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Nachrichten Mainz | Die Mainzer Ortsgruppe von Fridays For Future kündigt eine Demonstration auf dem Mainzer Gutenbergplatz an. Anlässlich des deutschen Earth-Overshoot-Day wollen sie auf die Überschreitung der natürlichen Ressourcen aufmerksam machen. Doch aufgrund der Corona-Pandemie sind zur Zeit keine Versammlungen möglich, weshalb die Protestaktion etwas anders stattfinden wird, als bislang.

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Demonstration findet unter Auflagen statt

Trotz der aktuell schwierigen Situation sollten Wege gefunden werden, öffentliche Meinungsäußerung im Sinne der demokratischen Freiheiten weiter möglich zu machen, erklären die Veranstalterinnen und Veranstalter. In enger Absprache mit der Landeshauptstadt Mainz haben sie daher eine Lösung gefunden, so dass unter besonderen Auflagen zum Infektionsschutz eine öffentliche Aktion von Fridays for Future stattfinden kann.

Ordner sorgen für die Einhaltung der Auflagen

Die Demonstration wird an diesem Sonntag, den 3. Mai um 14 Uhr auf dem Gutenbergplatz stattfinden. Allerdings ist die erlaubte Teilnehmerzahl auf 15 Menschen begrenzt und natürlich muss auch hier ein Mindestabstand von 1,5 Meter eingehalten, sowie eine Alltagsmaske getragen werden. Zudem werden zwei Ordner vor Ort für die Einhaltung der Auflagen sorgen. An diesem Tag werden drei Reden gehalten und zusätzlich noch kurze, im Voraus aufgenommene Aussagen von diversen Aktivistinnen und Aktivisten über Lautsprecher abgespielt. Die Rednerinnen und Redner sagten zu, das Mikrofon jeweils nach der Benutzung sorgfältig zu desinfizieren.

„Auch in der Pandemie müssen wir kreative Wege finden, das fundamentale Recht auf demokratischen Protest weiterhin wahrzunehmen. Eine Gesellschaft, die nicht mehr protestiert, wäre eine tote Gesellschaft.“, so Maurice Conrad, Pressesprecher Fridays for Future Mainz.

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Earth-Overshoot-Day rückt immer weiter vor

Der Earth-Overshoot-Day ist der Tag im Jahr, an dem alle Ressourcen verbraucht sind, die innerhalb diesen Jahres auf natürliche Weise regenerierbar sind. Dieser Tag wird in jedem Jahr neu auf Basis des ökologischen Fußabdrucks errechnet. Dabei werden unter Anderem auch die CO2-Werte berücksichtigt. Im vergangenen Jahr lag der internationale Earth-Overshoot-Day noch im Juli, doch er rückt jährlich etwas nach vorne.

„Die massive Verschmutzung, Ausbeutung und Zerstörung auf unserer Erde, die sich im Earth-Overshoot-Day und auch im Klimawandel ausdrückt, ist die größte Krise der Menschheit. Daher ist es notwendig, dass die derzeitig im Zusammenhang mit der Corona-Pandemie getroffenen Maßnahmen mit der Lösung dieser Krise im Einklang stehen.“, so Theresa Gemke, Pressesprecherin Fridays for Future Mainz

Staatshilfen müssen an ökologische Standards gekoppelt sein

Die Bewegung äußert sich zudem auch zu den aktuell geplanten Staatshilfen für Unternehmen: „Die Hilfe gegenüber Unternehmen wie der Lufthansa im Zuge der Coronakrise, ob kommunal oder landesweit, muss kompromisslos an die Einhaltung ökologischer Standards gekoppelt werden. Alles andere wäre grob fahrlässig und das völlig falsche Signal.“ so Conrad.

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