Symbobild | Foto: Thorsten Lüttringhaus

Am gestrigen Nachmittag (03.12.2019) kam es in Frankfurt zu einem schweren Verkehrsunfalll, bei dem ein 77-jähriger Radfahrer tödlich verletzt wurde. Einmal mehr sorgte ein Gaffer für Aufsehen, indem er noch vor Eintreffen der Rettungskräfte, den Sterbenden an der Unfallstelle aus nächste Nähe filmte.

Der 40 Jahre alte Fahrer eines Lkw war auf dem Marbachweg in stadteinwärtiger Richtung unterwegs. An der besagten Kreuzung wollte er nach rechts auf die Eckenheimer Landstraße in Richtung Jean-Monnet-Straße abbiegen. Der Radfahrer befuhr zu diesem Zeitpunkt den Marbachweg auf einem Fahrradweg in gleicher Fahrtrichtung. Im Kreuzungsbereich kam es zum Sturz des Radfahrers, welcher vom Lkw erfasst wurde.

Dreiste Gaffer und Schaulustige

Noch bevor die Einsatzkräfte vor Ort waren, hatte ein Gaffer nichts anderes zu tun, als sein Smartphone zu zücken und den schwer verletzten Radfahrer aus nächster Nähe zu filmen. Glücklicher Weise konnten die eintreffenden Beamten den Gaffer noch vor Ort ermitteln und entsprechend seine Personalien aufnehmen.

Wie die Polizei weiter mitteilte, gab es an der Unfallstelle noch weitere Gaffer und Schaulustige, die das Unfallgeschehen fotografiert hatten oder wollten. Passanten, die dieses dreiste Verhalten mitbekommen hatten, haben diese dann zum Weitergehen aufgefordert.

Radfahrer verstirbt noch an der Unfallstelle

Trotz aller Rettungsversuche verstarb der Radfahrer noch an der Unfallstelle. Da der Verunglückte keine Papiere mit sich führte war die Identität des Opfers zunächst unklar. Spätere Ermittlungen haben dann jedoch ergeben, dass es sich bei dem tödlich Verunglückten um einen 77-Jährigen aus dem Raum Frankfurt handelt.

Der Fahrer des Lkw erlitt einen Schock. Zeugen des Unfalls mussten von Seelsorgern betreut werden.

Polizei sucht noch weitere Zeugen

Um den genauen Unfallhergang zu ermitteln, wurde ein Gutachter eingeschaltet. Weiter sucht die Polizei noch weitere Zeugen, die sich hinter den, an der Ampel wartenden, späteren Unfallbeteiligten befunden haben. Ebenfalls interessant wären Zeugen, die an der nagegelegenen U-Bahnhaltestelle warteten.

Sachdienliche Hinweise nimmt das 12. Polizeirevier unter 069 / 755-11200 oder jede andere Polizeidienststelle entgegen.

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