Foto: Holger Schué

Seit 2008 hat die Fraport AG klare Ziele für den Klimaschutz und setzt diese auch konsequent um. Daher erhält der Flughafenbetreiber für den Standort Frankfurt zum elften Mal in Folge das Klimazertifikat der Airport Carbon Accreditation (ACA). Der europäische Flughafenverband Airports Council International Europe prüft mit dem Programm, wie stark die Flughäfen ihren Ausstoß des klimaschädlichen Kohlenstoffdioxids verringern.

 


Den Klimaschutz an Flughäfen unterscheidet das ACA-Programm in vier Stufen: Messung, Reduktion, Optimierung, Neutralität. Die Auszeichnung erfolgt nach einer Prüfung durch unabhängige Sachverständige. Die Stufe „Optimierung“ wurde am Frankfurter Flughafen in diesem Jahr erneut bestätigt. Das Unternehmen hat seine CO2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 2001 um mehr als 40 Prozent senken können. Das entspricht rund 127.000 Tonnen des Kohlenstoffdioxids.

Frankfurter Flughafen weltweit als erster zertifiziert

Mehr als 320.000 Tonnen CO2 haben die durch ACA zertifizierten Flughäfen weltweit im letzten Jahr gemeinsam eingespart. „2008 haben wir daran mitgearbeitet, das Klimaschutz-Programm zu entwickeln, und damit international Maßstäbe gesetzt“, sagt Dr. Wolfgang Scholze, Leiter des Umweltmanagements bei Fraport. „2009 haben wir als weltweit erster Flughafenbetreiber das Zertifikat erhalten.“ Mittlerweile sind zusätzlich zu Frankfurt sechs weitere Fraport-Flughäfen von ACA zertifiziert.

188.631 Tonnen CO2 wurden am Flughafen in Frankfurt im Jahr 2018 ausgestoßen. Die Zahlen für 2019 stehen noch nicht fest, prognostiziert werden aber etwa 175.000 Tonnen. „Wir sind auf einem konstant guten Weg“, sagt Scholze. Fraport plant in den kommenden zehn Jahren seinen CO2-Ausstoß am Frankfurter Flughafen auf 80.000 Tonnen jährlich zu senken. Im Jahr 2050 soll das Unternehmen in Frankfurt gar keine Emissionen mehr ausstoßen.

Der Weg zur Emissionsfreiheit

In der CargoCity Süd wird eine Frachthalle mit der ersten großflächigen Photovoltaik-Anlage am Flughafen entstehen. Dies soll bis Mitte des Jahres der Fall sein. Nach und nach umgestellt auf emissionsfreie Alternativen werden auch die Fahrzeuge auf dem Vorfeld. Für den Transport von Passagieren findet momentan ein Test mit zwei Elektrobussen statt. Weiterhin möchte Fraport in Wind- und Sonnenenergie investieren. Den eigenen Strombedarf am Standort Frankfurt mit regenerativen Energien möglichst vollständig abzudecken ist dabei das Ziel.