Normalerweise ruft Angela Merkel nicht mal einfach so an. Das dachte wohl auch der freiwillige Feuerwehrmann André Muswieck. Denn als er die Stimme von Angela Merkel am Telefon hört, legte er kurzerhand auf. Er hielt das Ganze für einen Telefonstreich, berichtete der Nordkurier.

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Der Feuerwehrmann fühlte sich veralbert

Am vergangenen Montag gegen 19 Uhr rief die Bundeskanzlerin bei der Freiwilligen Feuerwehr in Bergen auf Deutschlands größter Insel Rügen an. Gemeindewehrführer André Muswieck nahm das Gespräch entgegen. Doch als sich Angela Merkel am anderen Ende meldete, fühlte er sich wohl veralbert. Höflich, aber bestimmt sagte er, dass er für solche Späße momentan nicht zu haben sei und legte auf.

Kurz darauf erhielt die Freiwillige Feuerwehr erneut einen Anruf. Diesmal von der Pressestelle des Kanzleramtes. Eine Mitarbeiterin der Pressestelle erklärte, dass es wirklich die Bundeskanzlerin war, die angerufen hatte. Als sich kurz darauf erneut Angela Merkel bei den Männern meldete, war die gesamte Mannschaft versammelt und hörte mit.

Merkel wollte der Feuerwehr ihren Respekt zollen

Hintergrund des ungewöhnlichen Anrufs war die Entscheidung der Feuerwehrleute, sich in einem Gerätehaus einzuquartieren. Zuvor wurden die Männer alle negativ getestet. Um sich nicht irgendwo anzustecken und somit einsatzfähig zu bleiben, zogen sie freiwillig in das Gerätehaus. Der Grund: Wäre ein Kamerad infiziert, würde das eine Quarantäne für die gesamte Mannschaft bedeuten. Dem wollten die Rettungskräfte vorbeugen, denn die Feuerwehr Bergen ist ein wichtiger Bestandteil auf Deutschlands größter Insel.

Dieses Engagement wollte Angela Merkel honorieren und sich per Telefon persönlich bei den Mitgliedern dafür bedanken. Die Kanzlerin erklärte den Männern, dass sie aus der „Ostseezeitung“ davon erfahren habe. Angela Merkel habe von ihrer Quarantäne erzählt und berichtet, dass auch ihr Corona-Test negativ ausgefallen sei und ein weiterer anstehe, sagt Muswieck.

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