Mainz. In der Diskussion um die Rathaussanierung wurde der Wunsch von Verwaltung und einiger Fraktionen ein breiter Treppenab- und -zugang zum Mainzer Rheinufer von der Denkmalschutzbehörde abgelehnt.


„Hier droht eine riesige Chance, sowohl für die Aufwertung des Rathauses, des Rathausplateaus als auch der Rheinuferpromenade verspielt zu werden“, sind sich der FDP Fraktionsvorsitzender David Dietz und sein Stellevertreter Walter Koppius einig. „Die Forderungen, die von Seite der Denkmalschutzbehörde vorgegeben werden, gefährden die Akzeptanz der Sanierung in mittlerweile viel zu großem Ausmaß“, warnen die beiden Liberalen.

Eine maximal nur 12 Meter breite Treppenanlage sei kein Kompromiss, sondern schlichtweg albern. Auch und gerade vor dem Hintergrund, dass die Stadt Mainz eventuell das Rathausplateau für Veranstaltung nutzen möchte.

„Nach dem Umbau von Hilton und dem Rathaus werden mit Sicherheit auf dem Rathausplateau Veranstaltungen mit einer sehr großen Anzahl von Bürgerinnen und Bürgern stattfinden. Eine 8 bis 12 Meter breite Treppen stellt hier auch unter brandschutztechnischen Aspekten einen erheblichen Nachteil da“, sagt Walter Koppius.

„Wir wollen das Rathaus den Mainzerinnen und Mainzern näher bringen. Die burgähnliche Abschottung kann im Jahr 2021 nicht ernsthaft das Ziel für ein Rathaus sein. Unseres ist es jedenfalls nicht“, betont Dietz. Mit einer großen Freitreppe könne des Areal dagegen insgesamt aufgewertet werden und der Zugang den Bürgerinnen und Bürgern erleichtert werden befinden Dietz und Koppius.

Die FDP Stadtratsfraktion werde daher eine Anfrage an die Verwaltung richten, in der das Thema Brandschutz bei den Planungen mitbewertet werden solle.