Symbolfoto: Pixabay

Das Bundesinnenministerium verkündete an diesem Mittwoch einen vorübergehenden Einreisestopp für Saisonarbeitskräfte und Erntehelfer aus bestimmten Ländern. Darunter auch Bulgarien, Polen und Rumänien. Zahlreiche Arbeitskräfte aus dem Ausland werden also auf den Feldern fehlen. Viele Studenten haben aktuell Zeit und würden gerne helfen – fürchten aber durch die Arbeit gegen Entgelt Nachteile bei den BAFöG-Zahlungen. Die FPD fordert daher eine BAFöG-Anpassung.

 


FPD fordert BAFöG-Anpassungen

Carina Konrad (FDP) ist stellvertretende Vorsitzende des Ausschusses für Ernährung und Landwirtschaft im Deutschen Bundestag. Sie fordert BAFöG-Anpassungen bei Studierenden und Auszubildenden, die sich als Erntehelfer engagieren.

„All diejenigen, die sich besonders in dieser Ausnahmesituation für unser Land einbringen, verdienen unseren größten Respekt! Den Studenten und Auszubildenden, die sich jetzt als Erntehelfer zur Verfügung stellen und mit ihrem Engagement den fatalen Ausfall ausländischer Saisonarbeiter ausgleichen wollen, dürfen dadurch keine finanziellen Nachteile beim BAFöG entstehen.“, fordert Carina Konrad.

Wir brauchen auf den Feldern jede helfende Hand

„Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat bereits eine Anpassung initiiert, nach der Einkünfte aus einer vergüteten Tätigkeit bei den BAFöG-Zahlungen nur in den Monaten angerechnet werden, in denen deren Empfänger auch tatsächlich tätig waren. Bisher ist diese Änderung aber nur für die studentische Hilfe im Gesundheitswesen und sozialen Einrichtungen angedacht. Die Entscheidung unsere Grenzen für ausländische Saisonarbeiter zu schließen, hinterlässt in der Landwirtschaft nun aber solche katastrophalen Folgen, dass wir jetzt auch auf den Feldern jede Hand brauchen, um der Krise Herr zu werden und einen Lebensmittelstau zu verhindern. Ich hoffe, dass auch Frau Klöckner schon heute an morgen denkt und die jungen Erntehelfer unterstützt, die leere Teller mit vereinten Kräften verhindern wollen.“, so Konrad.