Symbolbild Trickbetrug Senioren: Pixabay Sabine van Erp
Losheim. Eine mutmaßliche Trickbetrugsserie beschäftigt die Polizei in Losheim. Dort hat ein Anrufer am Dienstag versucht, Menschen am Telefon auszuspionieren. Er wollte Informationen über Tresore, Barvermögen und über die Wohnsituation nach Mitternacht. Dafür gab er sich als Polizist aus.

Der Täter habe am Dienstag zwischen 18.30 und 20.30 Uhr telefoniert, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Vor allem ältere Menschen habe er angerufen. Er berichtete ihnen von einer angeblichen Verhaftung, die es in der Straße „Im Haag“ gegeben habe. Die Angerufenen leben in der gleichen Straße.
Unter diesem Vorwand habe er versucht, an Informationen zu kommen: Wie viel Geld oder Schmuck befindet sich in der Wohnung? Ist diese nachts bewacht? Wie viele Menschen wohnen dort? Neun Fälle wurden bekannt. Der mutmaßliche Trickbetrüger rief von nicht registrierten Nummern aus an.
Die Polizei bittet nun zum einen, dass sich mögliche weitere Betroffene melden. Vor allem aber warnt sie: Angerufene sollen am Telefon grundsätzlich keine sensible Angaben machen: nicht über Barvermögen, Lebenssituation, Konto- oder andere persönliche Daten wie die Ausweisnummer. Auch sollen sie sich nicht zu Zahlungen überreden lassen.
Ruft jemand als Polizist an, sollen sich die Betroffenen den Namen und die Dienststelle geben lassen. Es sei in Ordnung, dann einen Rückruf anzubieten. Dafür könne die 110 gewählt werden. Der am Apparat sitzende Beamte würde dann nach Angabe des Namens und der Dienststelle zum entsprechenden Polizisten durchstellen – wenn es ihn denn wirklich gibt.