Update vom 29. März 2021: Dank einem Presseaufruf gelang es den Ermittlern der Polizei Rheingau-Taunus nach einer gescheiterten Geldautomatensprengung in Oestrich-Winkel, mit Hilfe der Bevölkerung einen Tatverdächtigen zu ermitteln.


Die Polizei wurde bei der Wohnungsdurchsuchung fündig

Die Ermittler hatten sich an diesem Freitag (26. März 2021) mit Bildern der Überwachungskamera an die Öffentlichkeit gewandt. Nach der Veröffentlichung der Bilder, ging bei der Polizei bereits am Samstag ein Hinweis auf einen 30 Jahre alten Mann aus dem Rheingau ein.

Am Samstagnachmittag gegen 17:45 Uhr konnte die Polizei den Tatverdächtigen festnehmen, als dieser gerade seine Wohnung in Winkel verließ. Es wurde eine Wohnungsdurchsuchung angeordnet, welche von Spezialisten des Hessischen Landeskriminalamtes und einem Sprengstoffsuchhund unterstützt wurde. Im Rahmen der Durchsuchung der Wohnung konnten relevante Beweismittel aufgefunden und sichergestellt werden. Die Polizei nahm den 30-Jährigen mit auf die Dienststelle. Er wird sich nun in einem Ermittlungsverfahren wegen der versuchten Geldautomatensprengung mit einer selbstgebauten Sprengvorrichtung verantworten müssen.

Appell der Polizei

Die Polizei teilt in diesem Zusammenhang mit: Dieser Fahndungserfolg zeigt sehr deutlich, wie ungemein wichtig Hinweise aus der Bevölkerung für die polizeilichen Ermittlungen und somit für die Aufklärung von Straftaten sind. Bitte unterstützen Sie die Polizei daher weiterhin aktiv bei der Aufklärung und der Verhinderung von Straftaten, indem Sie verdächtige Beobachtungen oder Hinweise direkt der zuständigen Polizeidienststelle melden oder den Notruf unter der Telefonnummer 110 kontaktieren.



Erstmeldung vom 27. März 2021:

Bereits im Oktober vergangenen Jahres wurde in einer Bankfiliale in Oestrich-Winkel versucht, ein Geldautomat zu sprengen. Seitdem fahndet die Polizei nach dem Mutmaßlichen Täter. An diesem Freitag (26. März 2021) hat die Polizei sich nun mit Bildern der Überwachungskamera an die Öffentlichkeit gewendet und bittet um Mithilfe.

Mit selbst gebauter Bombe versucht, einen Automaten zu sprengen

In den frühen Morgenstunden des 18. Oktober 2020 kam es zu einer Explosion in der Bankfiliale. Eine selbstgebaute Bombe, die zuvor dort deponiert wurde, zündete. Die Polizei geht zur Zeit davon aus, dass der Täter beabsichtigte, einen Geldautomaten zu sprengen, um diesen im Anschluss leer zu räumen. Das Vorhaben scheiterte allerdings, sodass an dem Automaten lediglich ein Sachschaden entstand.

Im Rahmen der Ermittlungen fiel der Verdacht auf einen 25 bis 40 Jahre alten Mann, der zuvor die in die Bankfiliale ging und dabei von der Überwachungskamera aufgezeichnet wurde. Weil die Polizei allerdings bislang noch nicht herausfinden konnte, wer der Mann ist, wurde durch die Staatsanwaltschaft Wiesbaden ein Beschluss zur Öffentlichkeitsfahndung beim Amtsgericht erwirkt.

Personen, die den Mann auf den Bildern erkennen oder Angaben zu seinem Aufenthaltsort machen können, werden gebeten, sich unter der Rufnummer 06124 – 7078 266 bei den zuständigen Ermittlern der Polizeidirektion Rheingau-Taunus zu melden.