Muscheln. In Istanbul werden sie vom Boot aus verkauft. Foto: Mario Thurnes
Muscheln. In Istanbul werden sie vom Boot aus verkauft. Foto: Mario Thurnes

Noswendel. Die Bratwurst auf der Hand, später dann das Döner-Sandwich. So sah lange die Küche in Deutschland aus, wenn es um Essen ging, das unterwegs eingenommen werden kann. Die „Street Food“-Bewegung hat dies verändert. Ihr wird nun ein Festival beim Freizeitzentrum Noswendel gewidmet.

Wer auf Reisen geht, kennt das: Die Welt ist voll unterschiedlicher Traditionen, wenn es um Essen auf der Straße geht. In südostasiatischen Ländern bieten Händler Insekten an – auch mal lebendige. In Galicien gibt es Pulpo, also Krake, an Buden zu kaufen. Die sind etwa in Santiago de Compostela so reichhaltig vorhanden wie Dönerbuden in einer deutschen Innenstadt.

Und apropos türkische Küche. In Deutschland werden Muscheln für gewöhnlich in Restaurants serviert. In Istanbul kamen sie auf Booten kaufen – frisch gefangen im Goldenen Horn und für den Verzehr auf der Straße wie gemacht.

Es ist aber nicht unbedingt nötig, um die Welt zu reisen, um fremde Essgewohnheiten kennenzulernen. Ende Juli kommen die Händler nach Noswendel, um während des „Street Food Festivals“ ihre Angebote vorzustellen. Der Veranstalter verspricht: „Ein Fest ganz im Zeichen des internationalen kulinarischen Genusses.“

Das dreitägige „Street Food Festival“ beginnt am Freitag, 26. Juli, um 17 Uhr. Dann gibt es exotische Küche bis 22 Uhr. Samstags ist das Festival von 12 bis 22 Uhr, sonntags von 12 bis 20 Uhr geöffnet. Am Sonntag, 28. Juli, geht das Fest zu Ende. Der Eintritt ist an allen drei Tagen frei.

Austragungsort ist das Freizeitzentrum Noswendel. Für die Kinder gibt es dort auch den großen Spielplatz mit Rutschen und Sandmuscheln. Am Zentrum, am See und am Sportplatz stehen Parkplätze für die Besucher bereit. Der Veranstalter weist darauf hin, dass das Gelände in zehn Minuten vom Waderner Busbahnhof zu erreichen sei. Die entsprechende Haltestelle sei „Noswendel Kirche“.