Die Güterdampflok 58311 kam planmäßig erst ab Limburg zum Einsatz | Foto: Eisenbahnfreunde Treysa e.V.

Enttäuschte Gesichter gab es heute Morgen nicht nur am Mainzer Hauptbahnhof, sondern auch entlang der Strecke, der von den Eisenbahnfreunden Treysa e.V. organisierten Sonderfahrt „Winterdampf von Mainz in den Westerwald nach Hachenburg“. Doch Schuld war nicht der Veranstalter, sondern vielmehr ein falscher Bericht eines Mainzer Onlineportales.

Quelle: Screenshot Merkurist.de

Dort wurde groß angekündigt, dass „eine Dampflok durchs Rhein-Main-Gebiet“ fahren wird.
Doch haben die Eisenbahnfreunde Treysa e.V. als Veranstalter auf ihrer Webseite vorab schon deutlich gemacht, dass auf dem ersten Teil der Strecke, von Mainz nach Limburg, eine Universallok der Baureihe 243 005-6 aus den 1980er Jahren zum Einsatz kommt.
Die angekündigte Dampflok 58 311 kommt erst ab dem 2. Teilstück, von Limburg bis nach Hachenburg zum Einsatz.

Uns erreichten heute Vormittag mehrere Anfragen, ob uns bekannt wäre, warum die geplante Fahrt mit der Dampflok ausgefallen sei. Nach Auskunft eines Bahnmitarbeiters am Mainzer Hauptbahnhof bestätige dieser, dass mehrere enttäuschte Gesichter an Gleis 1 zu vernehmen gewesen seien. Anstelle der in dem Onlineportal angekündigten 100 Jahre alten Dampflok, wurden die drei grünen Wagen, wie auch seitens des Veranstalters geplant, von einer circa 30 Jahre alte DDR-Universallok gezogen.

Foto: Eisenbahnfreunde Treysa e.V.

Verwirrend sei auch gewesen, dass es keine genaue Streckenangabe gab. Von Mainz aus sollte der nächste Halt in Bischofsheim sein. So fanden sich im Mainzer Volkspark mehrere Eisenbahnfreunde ein und hielten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt vergeblich Ausschau. Auch eine Familie mit ihren drei Kindern sei extra früh aufgestanden um sich das Spektakel anzuschauen und mussten enttäuscht wieder nach Hause gehen.

Die Zugstrecke verlief nicht wie eigentlich erwartet, über die Mainzer Südbrücke nach Bischofsheim, sondern über die Nordbrücke mit Umweg über Kastel nach Bischofsheim.