Symbolfoto Impfen: Pixabay

St. Wendel. Es gibt einen Engpass an Impfstoffen gegen Pneumokokken. Diese können zu schweren Lungenentzündungen führen. Das hat die Barmer mitgeteilt. Die Krankenkasse rät, gefährdete Gruppen bevorzugt zu impfen.

-Werbung-

In jüngster Zeit hätten sich viele Menschen gegen Pneumokokken impfen lassen, erklärt die Barmer. Das habe nun aber zu dem Engpass geführt. Dieser lasse sich auch nicht ohne weiteres aufheben, da die Produktion aufwendig sei.

Die Barmer rät daher, die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission zu übernehmen: „In der jetzigen Situation sollten zunächst die Personen gegen Pneumokokken geimpft werden, die besonders gefährdet sind“, sagt Dunja Kleis, Geschäftsführerin der Barmer im Saarland und in Rheinland-Pfalz.

Säuglinge bevorzugt impfen

Besonders gefährdet sind demnach: Patienten mit Immunschwächen oder chronischen Atemwegserkrankungen. Zudem sollten grundsätzlich Babys, Kleinkinder bis zwei Jahre und Menschen über 70 Jahre versorgt werden. Denn bei Säuglingen sei mit besonders schweren Folgen zu rechnen, wenn sie sich mit Pneumokokken infizieren.

Die Impfungen seien durch die Corona-Krise nochmal dringender notwendig geworden, sagt Kleis: „Das Immunsystem läuft bei einer Infektion mit Corona-Viren ohnehin schon auf Hochtouren. Kämen dann noch Pneumokokken hinzu, die bei vielen gesunden Personen im Nasen-Rachenraum vorkämen und normalerweise völlig harmlos sind, könnten sie immunschwachen Patienten gefährlich werden.“