Metzgerin Natascha Prinz erhielt Besuch von der CDU. Foto: Alwin Theobald

Bubach. Die Vorfälle rund um den Schlachthof von Clemens Tönnies haben dem Ruf einer ganzen Branche geschadet. Auch den kleinen und mittelständischen Unternehmen. Ein solches haben Abgeordnete und Vertreter der CDU nun in Bubach besucht und festgestellt: Hier läuft es anders.

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„Wenn ihr über den Besuch bei uns berichtet, schreibt bitte auch, wie unendlich dankbar wir unseren Kunden sind, dass sie uns auch in diesen schwierigen Zeiten die Treue halten“, sagt Metzgermeisterin Natascha Prinz. Durch die Pandemie sei die kleine Metzgerei im Ortskern von Bubach gut gekommen.

Die Berichterstattung über Tönnies sieht Prinz daher von der positiven Seite: „Ich glaube schon, dass die Wertschätzung für die Arbeit des kleinen Metzgers oder Bäckers vor Ort wieder steigt.“

Rückkehr nach Bubach

Nachdem sie mit ihrem Mann Klaus zunächst einen Laden in Wiesbach führte, hat sich das Paar schließlich daheim, in Bubach, niedergelassen: Die beiden haben den verwaisten Standort der früheren Metzgerei Müller übernommen. Dort gab zwischendurch ein Döner-Laden ein kurzes Intermezzo, konnte sich jedoch nicht halten. Nach einer Zeit des Leerstands legten Natascha und Klaus Prinz dann dort los.

Die gute Lage direkt an der stark befahrenen B10 zwischen Lebach und Eppelborn helfe, Kunden zu gewinnen, sagt Prinz. Pendler auf dem Weg zur Arbeit oder Monteure und Handwerker auf dem Weg zur Baustelle hielten vor allem am frühen Morgen und im Laufe des Vormittags gerne an, um sich mit einem warmen Fleischkäsweck zu versorgen.

Zur CDU-Delegation gehörten Ortsvorsteher Werner Michel, der Eppelborner Beigeordnete Sebastian Michel und die beiden Landtagsabgeordneten Sandra Johann und Alwin Theobald. Er sagt: „Als Mitglieder der CDU-Fraktion im Landtag des Saarlandes sind Sandra Johann und ich ganz grundsätzlich überzeugt von regionaler Lebensmittelherstellung.“ Daher sei es sinnvoll, solche Betriebe zu unterstützen. Das schaffe nicht nur lokale Wertschöpfung und erhalte die Nahversorgung, sonder trage auch zu einem besseren „ökologischen Fußabdruck“ bei.