Foto: Julia Wesely

Nachrichten Wiesbaden | Felix Klieser ist ohne Arme geboren, aber schon früh mit dem starken Willen ausgestattet, ein Instrument zu lernen, für das alle anderen seiner Kolleginnen und Kollegen beide Arme brauchen.

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Wenn am Sonntag, den 8. März um 11 Uhr im Museum Wiesbaden in der Friedrich-Ebert-Allee 2, die ersten Töne erklingen, geht wie immer ein Raunen durchs Publikum. Felix Kliesers Horn, ein handelsübliches Ventilhorn, wie es alle Hornisten im Orchester nutzen, wird auf einem Stativ fixiert. Felix Klieser bedient nun die Ventile des Instruments mit den Zehen des linken Fußes. Mit großer Beweglichkeit bewältigt der junge Hornist, der in der Zwischenzeit zur Weltspitze in seiner Zunft zählt, diese physische Herausforderung.

Zusammen mit seinem Klavierpartner Christof Keymer interpretieren sie in der ersten Hälfte des Konzerts Werke von Robert Schumann, Paul Dukas und Richard Strauß sowie die Sonate für Horn und Klavier F-Dur op. 17 von Ludwig van Beethoven. Nach der Pause erklingen vier Stücke für Horn und Klavier von Reinhold Glière und die Sonate für Horn und Klavier von Josef Gabriel Rheinberger.

Foto: Steven Haberland

Mit Sting auf Tournee

Der 1991 geborene Felix Klieser ist in jeder Hinsicht ein außergewöhnlicher Künstler. Er war der jüngste Hornschüler aller Zeiten an der Musikschule Göttingen und wechselte bereits mit 13 Jahren als Jungstudent an die Hochschule für Musik und Theater in Hannover. Er spielte im Bundesjugendorchester und war auf Tournee mit Popstar Sting. Er ist „Life Award“-Preisträger und Bundessieger bei Jugend musiziert. 2014 erhielt er den ECHO Klassik und im selben Jahr veröffentlichte er seine Autobiografie „Fußnoten – Ein Hornist ohne Arme erobert die Welt“. Er wirkte in zahlreichen Produktionen des Westdeutschen Rundfunks mit und spielte auf Tourneen, unter anderem mit der Camerata Salzburg, dem Mozarteumorchester Salzburg, dem Orquestra Filarmonica de Gran Canaria, dem Saarländischen Staatsorchester, dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und dem Pingdong Symphony Orchestra in Taiwan.

2013 erschien sein Debüt-Album „Reveries“ mit dem aus Köln stammenden Pianisten Christof Keymer, den er auch nach Wiesbaden mitbringt. Keymer studierte wie Klieser an der Hochschule für Musik und Theater in Hannover und legte dort sein Konzertexamen ab. Heute ist er eben da Dozent für Klavier. Christof Keymer war zu Gast bei verschiedenen Festivals, wie den Berliner Festwochen, den Bayreuther Festspielen und den Niedersächsischen Musiktagen. Er produzierte eine Vielzahl von Rundfunkaufnahmen für deutsche Sender. Bekannt geworden ist er durch seine Gesamtaufnahme der Klavierwerke des Brahms-Zeitgenossen Hermann Goetz.

Dieses Konzert wird sicher zu einem unvergesslichen Erlebnis.

Familienkarten ab 23 Euro

Die Karten für das Konzert kosten 18 Euro und sind bei der Tourist Information am Marktplatz in Wiesbaden und bei allen gängigen Vorverkaufsstellen erhältlich. Unter der Tickethotline 0180 – 605 040 0 können rund um die Uhr Tickets per Telefon geordert werden. Auch im Internet können die Karten unter www.reservix.de bestellt werden.

Familienkarten ab 23 Euro für zwei Erwachsene und zwei Kinder sowie ermäßigte Karten sind ausschließlich direkt bei der Mozart-Gesellschaft Wiesbaden unter 0611 – 305 022 oder tickets@mozartwiesbaden.com erhältlich. Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.mozartwiesbaden.com.

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