Impfung gegen Masern
Masern Impfung Symbolbild

532 Menschen erkrankten in Deutschland im vergangenen Jahr an Masern. Europaweit starben insgesamt 72 Menschen an der Erkrankung. Nun berät die Bundesregierung, ob angesichts einer drohenden tödlichen Maser-Epidemie eine verbindliche Impfflicht verhängt werden soll.

Wie die Ärzte-Zeitung mitteilte, haben im vergangenen Jahr die Todesfälle drastisch zugenommen. Im Vergleich zu 2017 (42 Todesfälle) sei die Todesfallrate um knapp 72 Prozent innerhalb eines Jahres angestiegen. Unter den 532 Menschen, die in Deutschland erkrankten, gab es keine Todesfälle. Laut Ärzte-Zeitung liege der Grund, dass die Zahlen so hoch ausfallen daran, dass manche Eltern ihre Kinder bewusst nicht impfen lassen.

Impfthema emotional behaftet

Das „Impfthema“ ist sowieso sehr emotional behaftet, da einige Eltern überzeugte Impfgegner sind. So warnen Experten davor, dass eine verpflichtende Verordnung kontraproduktiv sein kann.

Nach SPIEGEL-Angaben, befindet sich der Gesundheitsexperte Karl Lauterbach (SPD) zusammen mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) aktuell in Beratungen über eine entsprechende Verordnung. Gegenüber der Presse betonte Lauterbach, dass sich die SPD innerhalb der Koalition für eine Impfpflicht für Kinder einsetzte. Jens Spahn habe sich bereits früher für die verpflichtende Masernverordnung für Kinder eingesetzt. Wie der stellvertretende FDB-Bundestagsfraktions-Vorsitzende Michael Theurer erklärte, würde die FDB hier mit ihrer Haltung bei den beiden Regierungsparteien liegen.

GRÜNE gegen eine Impfpflicht

Wie die Peiner Allgemeine Zeitung berichtet, seien die Grünen gegen eine Impfpflicht als Schutz vor Masern. Die Befürchtungen seien, dass durch solch eine Verpflichtung die Impfgegner mit einer noch extremeren Ablehnung reagieren würden. So liegen die Grünen auf gleicher Wellenlänge mit dem Präsidenten des Robert-Koch-Institutes Lothar Wieler.

Kordula Schulz-Ascher, Gesundheitspolitikerin der Grünen, erklärte der Presse gegenüber jedoch, dass ihre Partei grundsätzlich die Impfung befürwortet.

Wie bei vielen Krankheiten ist natürlich der Schutz für die Bevölkerung größer, je mehr Menschen sich impfen lassen. Grad auch für anfällige Menschen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen können.