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Nachrichten Überregional | Schon seit Wochen droht Donald Trump damit, die vor allem bei jungen Menschen beliebte App TikTok zu verbieten. Nun hat der US-Präsident eine letzte Frist gesetzt. Schon bald soll die App in den Vereinigten Staaten nicht mehr zum Download bereit stehen.

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Download schon bald nicht mehr möglich

US-Präsident Donald Trump will in den USA das Downloaden des chinesischen Kurzvideodienstes TikTok und der Messenger-App verbieten. Schon ab diesem Sonntag soll die App nicht mehr in den App-Stores zu finden sein. Das geht aus einer Mitteilung des Handelsministeriums hervor. Zudem soll die Funktion der App ab dem 12. November in den USA komplett abgeschaltet werden.

Doch es gibt noch Hoffnung: Wie der Handelsminister Wilbur Ross erklärte, hat Trump eine Frist bis zum 12. November gesetzt. Bis dahin können die Bedenken hinsichtlich der nationalen Sicherheit noch ausgeräumt werden.

Trump äußerte Sicherheitsbedenken

In den USA nutzen rund 100 Millionen Menschen die App TikTok. Dabei können Nutzer Videos mit einer Länge zwischen 15 und 60 Sekunden erstellen und hochladen. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz ermittelt die App Vorlieben der Nutzer und schlägt ihnen immer weitere Videos vor.

Trump äußerte Bedenken, dass Informationen und Daten der Nutzer in die Hände der kommunistischen Partei gelangen könnten. So begründete er das von ihm geforderte Verbot.



Trump muss einem Deal zustimmen

Anfang August hatte der US-Präsident verfügt, Geschäfte mit TikTok in den Vereinigten Staaten zu verbieten. Vom Eigentümer Bytedance forderte er einen Verkauf des US-Zweigs der Videoplattform an einen mehrheitlich US-geführten Konzern bis zu diesem Sonntag. So könne ein Verbot verhindert werden. Verkaufsvorschlägen, bei denen die Mehrheit weiterhin in China gelegen hätte, widersprach der Trump. Ohne seine Zustimmung ist ein Verkauf nicht möglich.

Verkauf an Microsoft geplatzt

Zuletzt hatte Microsoft mit Bytedance über einen Kauf in den Vereinigten Staaten sowie in anderen Ländern verhandelt. Doch wie Microsoft mitteilte, ist der Deal geplatzt. Der Eigentümer von TikTok habe das Angebot des Software-Riesen abgelehnt.

Wie Trump an diesem Donnerstag mitteilte, wollen aber sowohl der Software-Konzern Oracle als auch der Supermarkt-Riese Walmart bei TikTok einsteigen. Dass ein Deal zustande kommt, ist also auch weiterhin noch möglich.

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