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Nachrichten Mainz | Der Mainzer Dom hat neun Glocken, die alle über der Turmuhr im Glockenstuhl des Westturms hängen. Jede der neun Glocken hat ihren eigenen Namen. Für die unterschiedlichen Gottesdienstformen musizieren die Glocken in einem jeweils eigenen Zusammenspiel. Ein spezieller Glockenbeauftragter kümmert sich im Dom St. Martin, der den meisten als “Mainzer Dom” bekannt ist, um die bronzenen Giganten.

 


Die Namen der Glocken

  • Martinus – Gussjahr: 1809 – Gewicht: 3550 Kilogramm
  • Maria – Gussjahr: 1809 – Gewicht: 2000 Kilogramm
  • Albertus – Gussjahr: 1960 – Gewicht: 1994 Kilogramm
  • Willigis – Gussjahr: 1960 – Gewicht: 1607 Kilogramm
  • Joseph – Gussjahr: 1809 – Gewicht: 1050 Kilogramm
  • Bonifatius – Gussjahr: 1809 – Gewicht: 550 Kilogramm
  • Bilhildis – Gussjahr: 1960- Gewicht: 548 Kilogramm
  • Heiliger Geist – Gussjahr: 2002 – Gewicht: 274 Kilogramm
  • Lioba – Gussjahr: 1960 – Gewicht: 147 Kilogramm

Jeden Tag erklingt morgens um 6:15 Uhr (sonntags um 7:30 Uhr), mittags um 12 Uhr und abends um 18:30 Uhr die Willigis-Glocke jeweils dreimal eine Minute lang und lädt zum privaten Gebet ein.

Antenne Mainz hat sich hierzu eine Eselsbrücke im Meenzer Dialekt einfallen lassen

Martinus und Maria klinge um die Wett. Albertus un de Williges liesche noch im Bett. Joseph und der Bonifatius wecke sie im nu. Die Bilhildis die denkt sich, ei lossemer doch die Ruh. Doch Lioba zusammen mit dem Heilisch Geist, sie locker aus dem Schlafe reißt. So läute all samt ihrm Gelersch. Die Meenzer wisse, glei is Kersch.

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Mehr über den Mainzer Dom

“Dieser Dom über der Rheinebene wäre mir in all seiner Macht und Größe im Gedächtnis geblieben, wenn ich ihn auch nie wieder gesehen hätte”, schrieb die in Mainz geborene Schriftstellerin Anna Seghers.

Auf eine über 1000-jährige Geschichte kann der Dom mittlerweile zurückblicken. Im Jahr 975 hat Erzbischof Willigis den Mainzer Dom errichten lassen. Als Motiv für den Bau wird vermutet, dass sich Willigis damit das Krönungsrecht zum Römisch-Deutschen König sichern wollte. 34 Jahre nachdem Willigis den Grundstein legte, ist die erste Zerstörung des Mainzer Domes bekannt. Genau am Tag der Weihe, dem 30.August 1009, wurde der Dom durch einen Brand zerstört. Der Wiederaufbau dauerte 27 Jahre.

Der Mainzer Dom hat – oftmals aufgrund von Naturkatastrophen und Kriegen – eine ständige bauliche Entwicklung erfahren. Im Jahr 2000 begann die umfassende Renovierung der Nassauer Kapelle.

Maße & Zahlen zum Mainzer Dom

  • Grundfläche: 4.600 Quadratmeter
  • Sitzplätze: 984
  • Fassungsvermögen: 4.000 Personen
  • Außenlänge: 116 Meter
  • Innenlänge: 109 Meter
  • Höhe Westturm: 82,5 Meter
  • Höhe Ostturm: 75 Meter
  • Höhe westliche Seitentürme: 47 Meter
  • Höhe östliche Seitentürme: 55 Meter
  • Fundamenttiefe: 7 Meter