Während die Löwen aus Frankfurt einige Tage Regeneration und Erholung genießen konnten, musste der Gast aus Dresden die vollen sieben Spiele im Viertelfinale gegen Bietigheim bestreiten. Doch nicht nur diese beiden Spiele hatten sie mehr auf dem Buckel, sondern auch drei weitere Spiele aus den Pre-Playoffs. An Müdigkeit fehlte es ihnen jedoch zu Beginn nicht, auch wenn sie sich den fast ununterbrochenen Angriffsbemühungen der Hausherren stellen mussten.

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Die Marschrichtung der Frankfurter war klar: die Frische ausnutzen und mit geballter Offensivkraft auf die Führung drängen. Aber es klappte nicht. Beste Chancen wurden ausgelassen und die beste Chance ging an die Querlatte.

Der Gast aus Dresden suchte nach Kontergelegenheiten, die sie auch gelegentlich bekamen. In der 17. Spielminute gelang den Gästen dadurch auch die überraschende Führung. Ein eben angesprochener Konter fand den Weg vor das Frankfurter Gehäuse und der Puck zappelte im Netz. Knackstedt ließ die Eislöwen jubeln und stellte damit den bisherigen Spielverlauf des ersten Drittels völlig auf den Kopf.

Foto: Pat Gawlik

Mit dem Zwischenstand von 0:1 ging es also in die Drittelpause und anschließend wurde das Spiel im zweiten Drittel deutlich interessanter. Motiviert durch die Führung und einigen Abspielfehlern der Frankfurter kamen die Gäste immer wieder zu guten Chancen. Aber es war eine Art Schlagabtausch, es ging hin und her und Chancen gab es hüben wie drüben. Nur die Tore fehlten. Man konnte nicht unbedingt sagen, was nun mehr in der Luft lag: der 1:1 Ausgleich oder das 0:2. Doch es war Breitkreuz, der den Puck in der 36. Spielminute zum Ausgleich ins Tor bugsieren konnte. Nur etwas mehr als eine Minute später fiel die viel umjubelte Führung zum 2.1 in Überzahl für die Hausherren. Koziol ließ Eisenhut im Tor der Gäste keine Chance.

Das Spiel war binnen kurzer Zeit gedreht, aber es ging munter weiter rauf und runter, auch über die Drittelpause hinaus. Die Dresdner mussten nach vorne spielen und die Hausherren aus Frankfurt wollten den Sack zu machen.

Foto: Pat Gawlik

So war dieses Drittel doch defensiver geprägt als der Schlagabtausch im zweiten Drittel. Dies lag aber auch daran, dass die Frankfurter stets einen Schläger zwischen Pässe und Schüsse bekamen und es den Gästen noch schwerer machten gute Aktionen auszuspielen.

Es sollte jedoch bis in die 56. Minute dauern, ehe das Spiel eine Vorentscheidung bekommen sollte. Adam Mitchell netzte mit einem wuchtigen Schuss zum 3:1 ein, was dazu führte, dass die Gäste es ohne Torwart versuchen wollten, aber aufgrund eines verlorenen Bullys und einem traumhaften Schuss aus dem eigenen Drittel von Schüle das Nachsehen hatten, denn Schüle traf das verwaiste Tor und entschied mit diesem 4:1 die erste Partie der Halbfinalserie.

Löwen Frankfurt – Dresdner Eislöwen 4:1 (0:1 2:0 2:0)

0:1 Jordan Knackstedt ( Stefan Della Rovere , Arne Uplegger ) EQ 16:33

1:1 Brett Breitkreuz ( Kevin Maginot , Dávid Skokan ) EQ 35:26

2:1 Lukas Koziol ( Tim Schüle , Matthew Pistilli ) PP1 36:46

3:1 Adam Mitchell ( Carter Proft , Mathieu Tousignant ) EQ 55:55

4:1 Tim Schüle ( Carter Proft ) EN EQ 58:12

Zuschauer: 4.137

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