Der Don genießt seinen Weihnachtsknochen. Foto: Der Dicke
In dieser Serie kommt das andere Ende der Leine zu Wort: Der Don. Dem Lars Krismas, dem gab ich mein Herz, doch am allernächsten Tag, gab er es wech. Dieses Jahr. Tschuldigung. Aber die Dauerbeschallung durch den Dicken wirkt allmählich. Jedenfalls bin ich in Weihnachtsstimmung. Zumal ich verstanden habe, worum es während des Festes wirklich geht: um Geschenke.

Nein. Natürlich geht es an Weihnachten nicht nur um Geschenke. Viel zu essen, ist mindestens genau so wichtig. Wobei das ein Stück weit ja Hand in Hand geht. Denn ich habe mitbekommen, dass der Dicke fürs Fest eingekauft hat. Und was soll ich sagen: Season is a time for jolly, tralalalala lala lala.
Unterm Baum liegt also wieder, worauf ich mich jedes Jahr ab Weihnachts-Mittag freue: Eine Tüte mit einem Knochen, einer Kaustange und einer ganzen Pfote voll anderer Leckerlis. Nun mag mancher meinen, es trübe die Vorfreude, zu wissen, was es unterm Baum gibt. Dem aber sage ich: Hast Du den Absatz richtig gelesen, Lars Krismas? Ein Knochen! Eine Kaustange! Und ganz viele Leckerlis!
Doch das ist nicht alles. Dieses mal zumindest. Denn dieses Jahr kommt, wie ich ja schon geschrieben habe, Sam dazu. Wobei wichtig zu sagen ist: Sein neues Herrchen und Frauchen haben immer schon mit Hunden zusammengelebt. Sie holen ihn an Weihnachten zu sich. Nicht zu Weihnachten. Das Datum ist Zufall. Und Tiere sind zwar ein Geschenk, aber sie eignen sich nicht als Geschenk.

Hunde eignen sich nicht als Geschenk

Wenn es am 27. Dezember regnet, man müde von Weihnachten ist und die Uhr 7.45 anzeigt, dann müssen wir immer noch raus. Essen wollen wir auch. Und ab und an kommt es mal vor, dass das Ganze auf unerwünschtem Weg wieder rauskommt. Das müsst Ihr wegmachen. Ist Euer Job. Steht so im Kleingedruckten. Übrigens gilt das am 23. April oder am 17. November noch genau so.
Wir sind sozusagen der Tannenbaum unter den Zuwächsen. Wir blühen im Frühling genau so, wie wenn es schneit. Deswegen seid ihr mit anderen Geschenken besser beraten. Bei der Gelegenheit: Habe ich schon mal erwähnt, was ich bekomme: Einen Knochen! Eine… Ach, hab ich schon. Tralalalala lala lala.
Dabei muss es ja nicht bleiben. Ein Knochen ist nicht alles. Zwei Knochen sind ebenfalls denkbar. Oder – vorausgesetzt es gibt genug zu schnabulieren – es ist möglich, etwas nützliches zu schenken. Eine Leine zum Beispiel. Oder ein Halsband, ein Sack für Leckerlis, ein Kotbeutel-Halter… Zum Glück habe ich ja schon Leine und Halsband von Sekabdogs bekommen. Das gibt dem Dicken die Möglichkeit, sich aufs Schenken von Essbarem zu konzentrieren. Oh Du Fröhliche…

Ich teile gerne – nur halt nicht Essen

Sehr gerne bin ich bereit zu teilen. Mit Sam. Wobei ich von Werten rede: Liebe, Wärme, Zeit und Aufmerksamkeit. Nur mein Essen gebe ich nicht her. Wie es schon in dem Lied heißt, gibt man es ja jemandem Besonderen. Das, was man schenkt. Und das bin ja wohl eindeutig ich.
Was ich im Übrigen nie verstanden habe: In dem Lied singt er, dass er enttäuscht wurde und daher dieses Jahr sein Herz an jemand besonderen verschenkt. So weit klar. Aber warum ist dann im Video die, die das Herz nicht wert ist, charismatisch ohne Ende und steht im Mittelpunkt des Geschehens? Während „someone special“ nur am Rande vorkommt und aussieht wie eine von den 80er-Blondinen, die in Videos von Robert Palmer dutzendweise rumstanden? Am Ende ist Weihnachten doch sehr verwirrend.
Der Dicke und ich, ich im Vordergrund. Selfie: Der Don
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