Symbolfoto Geburt: Pixabay Sanjasy

Saarbrücken. Die meisten Geburten per Kaiserschnitt gibt es in der Relation im Saarland. Das hat die Techniker Krankenkasse (TK) mitgeteilt. Der Kaiserschnitt beeinflusst die Gesundheit der Betroffenen negativ.

Die TK hat ihre Versicherungsdaten ausgewertet und Verblüffendes festgestellt: Fast jedes dritte Kind im Saarland wird per Kaiserschnitt geboren. Es geht also nicht durch den Geburtskanal, sondern wird der Mutter aus dem Leib geschnitten. Das ist bundesweit der höchste Wert. Auch in Sachen Frühgeburten liegt das Saarland über dem Bundesschnitt: 5,4 Prozent des saarländischen Nachwuchses sind Frühchen, bundesweit sind es 3,7 Prozent.

Die Auswertung der Versichertendaten hat ebenfalls ergeben: “Kinder, die per Kaiserschnitt auf die Welt kommen, haben mehr Gesundheitsprobleme als der auf natürlichem Weg geborene Nachwuchs”, teilt die TK mit. Der Kindergesundheitsreport zeige: Mit einer Kaiserschnitt-Geburt stiegen bei dem Nachwuchs das Risiko für eine chronische Bronchitis, für leichte oder mittlere Entwicklungsstörungen und für die Aufmerksamkeitsstörung ADHS.

“Das sind wichtige Erkenntnisse für uns als Krankenkasse, aber auch für Kinderärzte und Eltern. Während wir als Kasse mit präventiven Programmen reagieren können, sollten diese bei den entsprechenden Kindern genauer hinschauen, um Krankheiten oder Störungen möglichst früh erkennen zu können”, sagt Stefan Groh, TK-Chef im Saarland.