Freizeit & Urlaub | Weihnachten ist nur noch wenige Wochen entfernt und in Hessen wird fleißig eingekauft. Unter den Gütern findet man alles Mögliche von Kleidung über Spielwaren, Elektrogeräte und vieles mehr. Auch die Weihnachtsdeko für das Eigenheim darf natürlich nicht fehlen. 2020 hat sich der Handel jedoch stärker verändert, als in den vorherigen Jahren. eCommerce setzt sich in dieser Weihnachtssaison nämlich noch stärker durch, während die Einkaufsstraßen leerer werden. Wie man in Hessen dieses Jahr den Weihnachtseinkauf erledigt, haben wir uns daher genauer angesehen!


Viele steigen auf Online Shopping um

Wirft man einen Blick auf die hessischen Einkaufsstraßen, würde man nicht denken, dass den Läden in der Weihnachtszeit ein Geschäft entgeht. Auch zur kalten Jahreszeit sieht man noch viele Menschen unterwegs, der ein oder andere ist dabei wahrscheinlich gerade beim Einkaufen der Weihnachtsgeschenke. Nur noch wenige Wochen trennen uns von dem größten und wichtigsten Feiertag des Jahres und genau zu dieser Zeit machen viele Betriebe einen wichtigen Teil ihres Jahreseinkommens.

Für den Handel sieht es aber auch 2020 wieder bedenklich aus, denn obwohl der Absatz nicht schlecht ist, steigen viele Käufer mittlerweile auf eCommerce-Lösungen um. Viele Läden versuchen mittlerweile, mit großen Plattformen wie Amazon mitzuhalten und eröffnen ihre eigenen kleinen Online Shops mit Betreibern wie Shopify. Der kanadische Anbieter hat darum alleine zwischen April und Juni dieses Jahres einen Umsatzanstieg von 97 Prozent erreichen können. Auch zur Weihnachtszeit werden die Baukasten-Shops im Netz, die selbst Laien ohne Programmiererfahrung problemlos erstellen und betreuen können, wieder stark genutzt. Rund 44 Prozent der Verbraucher sollen ihre Weihnachtseinkäufe in diesem Jahr online betreiben – Tendenz steigend. Für Hessens Handel bedeutet dies derweil jedoch noch keinen Grund zur Panik. Einer Prognose zu Folge soll das Weihnachtsgeschäft in den Innenstädten trotzdem um 1,2 Prozent zum Vorjahr ansteigen. Aktionen wie der „Einkaufsbooster“ sollen dabei jedes Jahr helfen. Dafür verantwortlich sollen vor allem Branchen wie der Möbelhandel, der Handwerker- und Heimbedarf, sowie Lebensmittel – also nicht die klassischen Geschenke für Weihnachten.

Symbolfoto: Onlineshopping | Quelle: Unsplash

Weitere Branchen verlagern sich ins Netz

Das Jahr 2020 hat in vielen Branchen große Veränderungen mit sich gebracht. Viele Angebote haben sich weiter ins Netz verlagert. Besonders wurde der Einsatz von Livestreaming in Deutschland ausgebaut. Heute setzen auch zahlreiche kleine Dienstleister auf Services, die man online konsumieren kann. Dies beginnt bei dem kleinen Yoga-Studio, das nun seine Kurse auch per Livestream anbietet und endet bei der virtuellen Weinverkostung, für die alle Kostproben per Post verschickt werden, bevor sich Kunden und Winzer über eine Online Verbindung treffen. Wie kreativ viele Unternehmen dabei geworden sind, ist wirklich erstaunlich. Viele Branchen, bei denen man es vorher nicht für möglich gehalten hätte, haben mittlerweile Online Alternativen für ihre klassischen Dienste und Produkte gefunden.

Natürlich ist davon auch der Entertainment-Bereich stark betroffen. So werden mittlerweile über das Internet Filme und Serien konsumiert, die zuvor nur über einen Fernsehanschluss oder gekaufte DVDs und Blu-ray Discs erhältlich waren, auch die Musik kommt inzwischen öfter aus dem Stream als aus dem Radio. Die tägliche Kommunikation mit Freunden, Bekannten oder Kollegen verläuft zu großen Teilen über Apps wie WhatsApp und Skype, mit denen selbst ins Ausland kostenlos telefoniert und Nachrichten geschrieben werden können. Online Casinos profitieren ebenfalls von der Verlagerung der Unterhaltungswelt in das World Wide Web. Während der Besuch der landbasierten Spielbank als Erlebnis für einen gesamten Abend gesehen wird, stattet man der Plattform im Netz einfach einen kurzen Besuch ab, wann immer man gerade Lust hat. Plattformen wie Vegas Slots Online listen sogar eine Reihe von kostenlosen Spielen auf, für die man kein Echtgeld einsetzen muss. So kann der Nervenkitzel online auch ohne Risiko genossen werden. Natürlich lässt sich aber nicht alles durch Online Alternativen ersetzen. Besonders in der Weihnachtszeit gibt es einfach zu viele Traditionen, die offline am schönsten sind. Das gemeinsame Keksebacken und Aufstellen einer Weihnachtstanne sind nur zwei davon.

Das Weihnachtsgeschäft in Hessen ist bereits in vollem Gange. In den Innenstädten kann man zwar bereits einen guten Umsatz sehen, allerdings hauptsächlich auf Güter, die sich nicht besonders gut bestellen lassen. Viele der Weihnachtsgeschenke werden in diesem Jahr einfach online bestellt. Das erleichtert den Kauf für die Käufer, sorgt allerdings für Unmut unter den Händlern. Eigene Online Shops für kleine Läden sind ein Versuch, das Weihnachtsgeschäft doch noch in Hessen zu lassen, statt es an Online Händler aus dem Ausland zu vergeben.