CoronaVirus Shutterstock 1625206747

Der Landkreis Mainz-Bingen hat auf die zuletzt „massiv steigenden“ Corona-Infektionszahlen reagiert: Ein Krisenstab namens „TSK Taskforce Corona-Warn- und Aktionsplan Rheinland-Pfalz“ hat sich per Telefonkonferenz beraten, nachdem die Zahl der Neuinfizierten innerhalb von einer Woche drei mal in Folge über 35 Infektionen pro 100 000 Einwohner lag.

-Werbung-

Noch will der Krisenstab nach eigenem Bekunden „vorsichtig vorgehen“. Denn bisher ist es ein „Hotspot“ in Sörgenloch, der die Zahlen nach oben treibt. Lässt sich eine solche Stelle, auf die viele Infektionen zurückzuführen sind, begrenzen, können grundsätzlich auf Verschärfungen für den Rest einer Stadt oder eines Kreises verzichtet werden. So sehen es die Corona-Regeln vor, auf die sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) im Mai mit den Ministerpräsidenten geeinigt hat. Rechnet man Sörgenloch raus, gibt es im Landkreis im Wochenvergleich nur 31 Neuinfektionen auf 100 000 Einwohner.

„Entscheidend für das weitere Vorgehen ist, wie sich die nächsten Tage entwickeln“, teilt die Kreisverwaltung mit. Bleiben die Zahlen auf hohem Niveau oder steigen weiter, etwa durch Sport in den Hallen sowie Feiern im privaten und im öffentlichen Bereich, werde es auch im Kreis Mainz-Bingen Einschränkungen geben. Zudem wollen die Verantwortlichen das Ergebnis der Gespräche der Ministerpräsidenten mit der Kanzlerin an diesem Mittwoch abwarten.

Mainz wird zum Krisengebiet

In Mainz liegt die Zahl der Neuinfektionen nach den Zahlen des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums bei 67 Infektionen pro 100 000 Einwohner in einer Woche. Damit überschreitet Mainz seit vier Tagen in Folge die Obergrenze. Gehen die Zahlen in diesem Bereich nicht über den Donnerstag zurück, gilt Mainz als Krisengebiet.

Dauerhaft über 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner ist in Rheinland-Pfalz sonst nur der Kreis Bitburg-Prüm, der in dieser Kategorie nun auf den Wert 132 kommt. Neuwied ist mit 40 Neuinfektionen unter die bisher gültige Obergrenze gerutscht, dafür erreicht die Vulkaneifel laut Gesundheitsministerium jetzt exakt 50 Neuinfektionen.

Der Kreis Mainz-Bingen – das die positive Nachricht – ist von Dienstag auf Mittwoch in diesem Ranking von 41 auf 37 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner gerutscht.

-Werbung-