Mainz. 57 Corona-Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Diesen Wert hat das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium für Mainz gemeldet. Damit gilt in der Landeshauptstadt die Stufe Rot. Ein vom Land einberufener Krisenstab namens „Task Force“ wird nun über weitere Verschärfungen beraten.

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In den vergangenen Tagen sind die Meldezahlen zum Corona-Virus deutlich gestiegen. Vor allem in Berlin gab es mehrere Bezirke, die den Wert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen überschritten haben. Auf diese Marke hatten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten im Mai geeinigt, als es darum ging, die Maßnahmen zur Corona-Bekämpfung zu lockern. Würde dieser Wert erreicht, so die Abmachung, müssten lokal begrenzt die Maßnahmen wieder verschärft werden.

Nun haben in Rheinland-Pfalz drei Städte und Landkreise diese Marke überschritten. Neben Mainz sind das Bitburg-Prüm mit 68 und Neuwied mit 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner. Das Land hat angekündigt, dass der Leiter der regionalen „Task Forces, Detlef Placzek einen solchen Krisenstab auch für Mainz einberufen wird. Der soll über eine weitere Verschärfung von Maßnahmen beraten.

Bereits Verschärfungen beschlossen

In den vergangenen Tagen galt schon die Warnstufe Orange für Mainz. Die Stadt hatte da bereits mit Verschärfungen reagiert. So ist bis zum 23. Oktober der Verkauf und Ausschank von Alkohol zwischen Mitternacht und 6 Uhr verboten. Wenn keine Sitzordnung vorliegt und die Anwesenheit der Teilnehmer nicht nachvollzogen werden kann, dürfen sich nur noch 75 statt 250 Menschen in einem geschlossenen Raum aufhalten. Privat darf nur noch mit bis zu 25 statt bis zu 75 Personen in geschlossenen Räumen gefeiert werden.

Ob eine Kontaktsperre ausgerufen wird, hängt grundsätzlich von dem Infektionsverlauf ab: Gibt es einen Infektionsherd, der sich durch Quarantänen begrenzen lässt – zum Beispiel eine Firma oder ein Haus – kann dieses scharfe Schwert vermieden werden.

Update:

Die Stadt hat für den heutigen Montag, 14 Uhr, eine Pressekonferenz angekündigt, in der sie über die weiteren Schritte informieren will.

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