Vermehrt hört man in den Social Media Kanälen, dass Pakete, die aus Asien bestellt wurden, aus Angst vor dem Coronavirus nicht angenommen werden. Auch das Zurücksenden der Pakete würde nicht erfolgen, da dies nicht wirtschaftlich sei. Die Pakete würden sich also massenweise in Verteilerzentren häufen und müssten letztendlich verbrannt werden.

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Wir haben mit einem Pressesprecher von DHL gesprochen und nachgefragt, wie die Situation derzeit ist. Der Pressesprecher berichtete uns in dem Telefonat, dass es natürlich vorkommen könne, dass vereinzelt Pakete nicht angenommen werden. Natürlich könne man nicht sagen, wie sich die Situation weiter entwickelt. Er könne jedoch nicht bestätigen, dass Pakete vermehrt nicht angenommen werden. Er stehe auch in regelmäßigem Kontakt mit den Postboten selbst. Dort wurde ihm auch noch nichts von diesem Phänomen berichtet.

Wie die Einschätzung von Experten ist

„Eine Infektion über importierte Waren ist sehr unwahrscheinlich, da im Vorfeld eine Kontamination stattgefunden haben und das Virus nach dem weiten Transportweg noch aktiv sein müsste“, schreibt das Robert-Koch-Institut.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) nahm sich der Frage ob es sicher sei, Pakete aus Asien zu erhalten ebenfalls an und kam zu dem Schluss: „Ja, es ist sicher. Personen, die Pakete aus China erhalten, sind nicht gefährdet, sich mit dem neuen Coronavirus anzustecken. Aus früheren Analysen wissen wir, dass Coronaviren auf Gegenständen wie Briefen oder Paketen nicht lange überleben.“

„Aufgrund der bisher ermittelten Übertragungswege und der relativ geringen Umweltstabilität von Coronaviren ist es nach derzeitigem Wissensstand unwahrscheinlich, dass importiere Waren wie importierte Lebensmittel oder Bedarfsgegenstände und Spielwaren, Werkzeuge, Computer, Kleidung oder Schuhe Quelle einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus sein könnten. Diese Einschätzung gilt auch nach der jüngsten Veröffentlichung zur Überlebensfähigkeit der bekannten Coronaviren durch Wissenschaftler der Universitäten Greifswald und Bochum“, schreibt das Bundesinstitut für Risikobewertung.

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