Symbolfoto: Pixabay

In China gelten exotische Wildtiere als Delikatesse. Aufgrund der Vermutung, dass das Coronavirus von einem Wildtier auf den Menschen übergegangen sein könnte, verbietet das oberste chinesische Gesetzgebungsorgan mit sofortiger Wirkung aber den Konsum von einem Großteil der Wildtierarten. Auch gegen den illegalen Handel mit den Tieren will die Regierung ab sofort entschieden vorgehen. Damit wolle man „Leben und Gesundheit der Menschen wirksam schützen“.

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Ursprünglich wollte China das Züchten sowie den Transport und Handel von Wildtieren wieder erlauben, sobald die Corona-Epidemie vorüber ist. Jetzt hat der Ausschuss des Nationalen Volkskongress jedoch entschieden, dass der Verzehr von Wildtieren auch weiterhin verboten und streng bestraft werden soll. Auch die illegale Jagd, der Transport und der Handel mit den Tieren zum Zwecke des anschließenden Verzehrs soll unter Strafe gestellt werden. Zu den Wildtieren gehören zum Beispiel gefährdete Arten wie Tiger oder Schuppentiere sowie Schildkröten, Bambusratten, Nashörner, Fledermäuse und Skorpione.

Reicht ein solches Verbot aus?

Schon lange fordern Umweltschützer, Wissenschaftler und die Einwohner Chinas ein dauerhaftes Verbot für den Handel mit Wildtieren. Jedoch ist fraglich, ob ein Verbot alleine ausreicht, um den Konsum der Tiere zu stoppen. Bei bestehender Nachfrage können schnell Schwarzmärkte für die weiterhin beliebte Ware in China entstehen.

Die chinesische Polizei durchsuchte in den vergangenen Wochen Märkte, Restaurants und Häuser nach versteckten Wildtieren. Bei den Razzien wurden rund 700 Menschen festgenommen und fast 40.000 Tiere sichergestellt. Das zeigt, dass die Nachfrage trotzdem weiterhin hoch ist. Wildtiere sind zum Verzehr so beliebt, weil in einigen Teilen Chinas der Glaube herrscht, dass dadurch der Körper stärker und kräftiger wird.

Da die Tiere aber nicht nur verzehrt sondern auch für die Herstellung traditioneller Medizin genutzt werden, hat sich der Handel mit den Wildtieren seit der Coronavirus Epidemie noch verstärkt. Das berichtet die Umweltorganisation Environmental Investigation Agency. So werden beispielsweise fiebersenkende Nashornpräparate zur Behandlung der Symptome angeboten.

Furchtbare Zustände für die Tiere

Dabei sind die Zustände unter denen die Wildtiere gehalten werden oftmals schockierend. Deshalb ist das Verbot mit den Wildtieren zu Handeln ein wichtiger Schritt, sowohl für die Menschen als auch für die Tiere selbst.

„Auf den Märkten geht es den Tieren oft furchtbar. Sie liegen im Sterben, sind durstig, stecken in rostigen Käfigen und sind dreckig. Manchen fehlen Gliedmaßen oder sie haben offene Wunden. Manche verletzten sich auch während des Transports. Die Händler gehen nicht sehr sorgsam mit ihnen um. Sie schmeißen die Käfige auf den Boden, wenn sie sie ver- und entladen. Die Tiere leiden sehr.“ schreibt das Fernsehnetzwerk „National Geographic“ dazu.


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