Symbolfoto Prostitution: Pixabay Geralt

Saarbrücken. “Wellnessoase”… “Massagesalon”… Mit solch wohlklingenden Begriffen werben vor allem in Saarbrücken Bordelle für ihr Angebot. Sie nutzen dabei Fahrzeuge – Taxis oder mobile Plakatwände. Auch in der Nähe von Schulen oder Kindertagesstätten preisen sie die Prostitution an – das wollen CDU und SPD im Saarland nun künftig unterbinden.

Die beiden Regierungsfraktionen haben einen entsprechenden Antrag eingebracht. Demnach soll das bestehende Recht daraufhin geprüft werden, ob sich diese Form der Werbung für Prostitution nicht schon jetzt unterbinden lässt. Außerdem wollen sie ein saarlandweites, generelles Werbeverbot für Prostitution prüfen.

Zudem streben CDU und SPD aus dem Saarland heraus eine Bundesratsinitiative an. Das Ziel: “Die Werbung für sexuelle Dienstleistungen auf sämtlichen für den Verkehr zugelassenen Fahrzeugen einschließlich Anhänger in der Straßenverkehrsordnung explizit” zu verbieten.

Zuvor hatte die Landesarbeitsgemeinschaft der Frauenbeauftragten eine entsprechende Petition gestartet. 35 000 Menschen sprachen sich daraufhin für ein solches Werbeverbot für Prostitution aus. Zudem verweisen CDU und SPD auf Erfahrungen aus Trier, wo die Stadt Werbung für Bordelle nur noch in deren engen unmittelbaren Umfeld zulässt.

So sei es auch nun das Ziel des Antrages, die Frauenrechte zu stärken, schreiben CDU und SPD in ihrer Begründung. Die beschönigende Werbung verzerre das wahre Bild der Prostitution. Letztlich führe das zu stärkerem Konkurrenzkampf und damit mittelbar zu (noch) schlechteren Bedingungen für die Prostituierten.