Foto: Bundeswehr/Stefan Petersen

Die Bundesregierung will rund 90 deutsche Bürger, welche sich in der Region Wuhan aufhalten und sich beim Auswertigen Amt gemeldet hatten, ausfliegen lassen. Sie sollen somit vor einer möglichen Infektion (wir berichteten) geschützt werden. Die Bundeswehr arbeitet derzeit an Plänen hierfür. Nach Informationen des „Spiegel“ soll die Evakuierung auch von der Bundeswehr durchgeführt werden.

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Am Mittwoch oder Donnerstag sollen demnach ein oder zwei Jets der Luftwaffe nach China geschickt werden, so sei der Plan der Bundesregierung seit dem vergangenen Wochenende. Zusätzlich zu einem Truppentransporter vom Typ A310 sei auch ein Medevac-Airbus mit entsprechenden medizinischen Behandlungsplätzen im Gespräch. Dies sei allerdings womöglich gar nicht notwendig, da es unter den Deutschen in der Region bisher noch keine bekannten Infektionsfälle gebe.

China erhebt Einwände

Die Rückholaktion wurde am Montagmorgen im Auswertigen Amt formal beschlossen. Allerdings sollte darüber vorerst Stillschweigen bewahrt werden. Aus Sorge, dass Frust unter den Deutschen Bürgern aufkommen könnte, weil andere Länder ähnliche Aktionen für ihre Staatsbürger planen, ging Außenminister Heiko Maas damit doch an die Öffentlichkeit.

Peking besteht nach Gesprächen mit der Bundesregierung laut Spiegel-Informationen allerdings darauf, dass die Deutschen nicht mit Militärflugzeugen ausgeflogen werden. Die chinesische Regierung befürchtet, dass dort die Panik vor dem Virus beim Anblick landender Militärjets aus dem Ausland noch erhöht werden könnte.

Außerdem besteht die chinesische Bundesregierung darauf ausschließlich deutsche Staatsbürger ausfliegen zu lassen. Viele binationale Paare stehen nun vor einem Problem. Soll der deutsche Partner wirklich zurück nach Deutschland fliegen und den chinesischen Partner zurücklassen?

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