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Nachrichten Überregional | Mehr als 200 teilweise schwer kranke Corona-Patienten aus dem europäischen Ausland wurden bereits in deutschen Kliniken behandelt. Gesundheitsminister Jens Spahn kündigt nun an, dass Deutschland die Kosten dafür übernehmen werde.

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Kosten liegen bei rund 20 Million Euro

Die Vorschläge zur Kostenübernahme liegen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) vor. In den Dokumenten heißt es, die Behandlungskosten würden üblicherweise den entsprechenden Ländern in Rechnung gestellt, das soll nun aber wegfallen. „Es handelt sich dabei ausschließlich um Covid-19-bedingte Notfälle, für die die jeweiligen Kapazitäten der betreffenden EU-Nachbarländer nicht ausreichen.“ Die Kosten dafür dürften laut einer Prognose bei rund 20 Millionen Euro liegen. Vor allem Patienten aus Italien und Frankreich wurden in Deutschland behandelt (wir berichteten).

Die dazu nötige Gesetzesänderung soll vorerst bis Ende September gültig sein. Mit dieser Änderung würden auch Unsicherheiten bei den Krankenhäusern beseitigt werden, hieß es in den Vorschlägen.

„Europa steht auch in Krisenzeiten zusammen“

Das sagte der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) vor einer Sitzung des sogenannten Corona-Kabinetts. Deutschland sei bereit und auch dazu in der Lage, weitere Corona-Patienten aufzunehmen. „Das ist unser Verständnis von europäischer Solidarität.“, so Spahn.

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