Nachrichten Überregional – Schon bald beginnen in Rheinland-Pfalz die Sommerferien. Durch die Corona-Pandemie wird die Urlaubszeit dieses Jahr besonders beeinflusst. Viele Eltern haben kaum noch Urlaubstage oder sie müssen sparen, weil sie vielleicht von Kurzarbeit betroffen sind. Die Landesregierung von Rheinland-Pfalz hat deshalb eine Reihe von Maßnahmen erarbeitet, um möglichst vielen Familien mit Kindern sowie Jugendlichen vielfältige und erlebnisreiche Ferien zu ermöglichen.

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Fördermittel für mehr Ferienangebote

Unter dem Leitmotto „MiteinanderGutLeben – Familiensommer Rheinland-Pfalz“ wurden diese Maßnahmen erarbeitet und nun nach und nach vorgestellt. Um mehr Ferienangebote zu schaffen, stellt das Ministerium rund 1,5 Millionen Euro an zusätzlichen Fördermitteln bereit. Das Programm für Kinder, Familien und Jugendliche hat an diesem Dienstag gestartet.

„Familien, Kinder und Jugendliche waren und sind von den Corona-Einschränkungen besonders betroffen. Deswegen liegt es mir besonders am Herzen, dass wir ihnen ein starkes Angebot machen können, sodass sie eine schöne und möglichst unbeschwerte Ferienzeit erleben“, erklärte Jugend- und Familienministerin Anne Spiegel. „Wir nehmen zusätzlich viel Geld in die Hand, um ein breites Angebot zu unterstützen.“

Das Ferienprogramm des Jugend- und Familienministeriums umfasst drei Säulen

1)    Förderung von Familieneinrichtungen
Jede der rund 70 Familieneinrichtungen in Rheinland-Pfalz hat ab sofort die Möglichkeit einen zusätzlichen Förderantrag in Höhe von 5.000 Euro zu stellen. Die zusätzlichen Mittel können etwa für Tagesausflüge für Familien oder Angebote in den Bereichen Erlebnis, Natur, Theater oder auch Handwerk in den Sommer- und Herbstferien genutzt werden. Insgesamt stehen in diesem Bereich 350.000 Euro zusätzlich bereit. Die Anträge müssen bis spätestens 15. September 2020 beim Familienministerium eingereicht werden.

2)    Förderung von Jugendfreizeiten
Die Förderbedingungen für Jugendfreizeiten (soziale Bildungsmaßnahmen) nach der Verwaltungsvorschrift zum Jugendförderungsgesetz werden für die Träger der kommunalen und verbandlichen Jugendarbeit verbessert, um möglichst viele Ferienangebote auch unter den Bedingungen der Corona-Pandemie realisieren zu können. Das Programm sieht etwa die Erhöhung der Fördersätze von bisher 3 auf 4 Euro pro Teilnehmenden und Tag vor. Zudem wird der Betreuungsschlüssel verbessert. Das bewirkt, dass in den Maßnahmen ehrenamtliche Kräfte bereits ab der Betreuung von fünf Jugendlichen gefördert werden, vorher lag die Anzahl bei sieben. Des Weiteren wird auch die Förderung der ehrenamtlichen Kräfte bereits ab dem zweiten Tag ermöglicht. Alleine für diesen Bereich wird die Fördersumme von 2 Mio. Euro um 1,1 Mio. Euro erhöht.

3)    Landeszuschuss für Familien in Jugendherbergen oder Familienferienstätten
Um Familien mit niedrigem Familieneinkommen sowie Familien mit einem Familienmitglied mit einer Behinderung zu unterstützen, hat Rheinland-Pfalz schon vor längerem eine besondere Förderung eingeführt. Bezuschusst werden hier gemeinsame Ferien in Familienferienstätten (nur gemeinnützige Träger) oder in familiengeeigneten Jugendherbergen sowie auf Winzer- und Bauernhöfen in Rheinland-Pfalz. Die Förderung ist abhängig vom Einkommen. Insgesamt stehen hierfür in diesem Jahr 600.000 Euro zur Verfügung. Nähere Informationen, insbesondere zu den Einkommensgrenzen finden sich unter: ratgeberfamilie.rlp.de/de/themen/freizeit-und-erholung/familienurlaub/

„Mit diesem umfangreichen Förderpaket hoffen wir, dass Familien, Kinder und Jugendliche auch in schwierigen Zeiten viel Freude und Erholung in den Ferien haben werden“, erklärte Jugend- und Familienministerin Anne Spiegel. „Gerade angesichts der Corona-Pandemie ist es besonders wichtig, dass Kinder, Jugendliche und Familien in den Ferien auftanken und gemeinsam eine schöne Zeit genießen können.“

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