Symbolfoto: Pixabay

Nachrichten Wiesbaden | Ein Besuch beim Friseur ist während der Corona-Pandemie ein etwas anderes Erlebnis als sonst. Hygienevorschriften wie Maske tragen, Abstand halten – das kostet Zeit und vielerorts auch mehr Geld.

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Preise um 6,3 Prozent gestiegen

Wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt, erhöhten sich die Preise beim Friseur im August 2020 gegenüber dem Vorjahresmonat um 6,3 Prozent trotz des zum 1. Juli 2020 gesunkenen Mehrwertsteuersatzes. Zum Vergleich: Die Veränderungsrate des Verbraucherpreisindex insgesamt lag im August 2020 bei 0,0 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

Der deutliche Preisanstieg erfolgte mit Wiedereröffnung der Friseursalons nach den coronabedingten Schließungen. Bereits im Mai 2020 mussten die Kunden 5,4 Prozent mehr als im Mai 2019 zahlen.

Vor allem Kinderhaarschnitte sind teurer geworden

Der Friseurbesuch hat sich vor allem für Kinder und Männer verteuert. Am stärksten stiegen die Preise für den Kinderhaarschnitt. Für diesen musste im August 2020 rund 9,4 Prozent mehr bezahlt werden als im August 2019. Im gleichen Zeitraum zahlten Männer für den Besuch beim Friseur 6,5 Prozent mehr, Damen mussten 5,8 Prozent drauflegen.

Ein Grund dürfte die Umsetzung der strengen Hygieneauflagen nach der Wiedereröffnung sein. So dürfen Trockenhaarschnitte nicht angeboten werden. Aber auch Umbauten im Friseursalon für mehr Abstand und der vermehrte Einsatz von Desinfektionsmitteln sorgten für einen Anstieg der Nebenkosten. Hinzu kommt der erneute Anstieg der Mindestlöhne im Januar 2020, der sich ebenfalls auf die Jahresveränderungsraten in den Monaten des Jahres 2020 auswirkt.

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