Symbolfoto: Pixabay

Nachrichten Ingelheim | Die Ärztliche Bereitschaftspraxis in Ingelheim wird im Rahmen einer umfangreichen Reform des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes noch in diesem Jahr von der Kassenärztlichen Vereinigung geschlossen. Die Praxis befindet sich im Gebäude der Klinik Ingelheim in der Turnerstraße 23. Bereitschaftspraxen, wie die in Ingelheim, richten sich an Patienten, die in der Nacht oder am Wochenende ärztliche Hilfe benötigen.

 


Finanzielles Defizit muss von Ärzten selbst finanziert werden

„Vor dem Hintergrund, dass die von den Krankenkassen für den ärztlichen Bereitschaftsdienst zur Verfügung gestellten Mittel nicht kostendeckend sind, muss das Defizit von den rheinland-pfälzischen Ärztinnen und Ärzten selbst finanziert werden“, so die Kassenärztliche Vereinigung in ihrer Mitteilung. „Eine weitere Erhöhung der finanziellen Belastungen würde die Attraktivität einer ärztlichen Tätigkeit in Rheinland-Pfalz verschlechtern und den Ärztemangel im Land erhöhen.“

Wie die Vereinigung außerdem mitteilt, ist die Bereitschaftspraxis in Ingelheim nur eine von insgesamt vier im Bundesland Rheinland-Pfalz, die zum 1. Juli schließt. Neben Ingelheim werden auch Bereitschaftspraxen in Rockenhausen, Wissen und Kirn geschlossen.