Bereits 2016 musste der Mainzer Rosenmontagsumzug wegen einer Unwetterwarnung abgesagt werden | Foto: Thorsten Lüttringhaus

Ob der Mainzer Rosenmontagsumzug, nach 2016 auch in diesem Jahr witterungsbedingt abgesagt werden muss, steht noch in den Sternen. Verschiedene Wetterdienste sagen für Rosenmontag bedrohliche Sturmlagen voraus.

Die Entwicklung einer bedrohlichen Sturmlage wird aktuell immer deutlicher. Die Wettermodelle geben den Meteorologen bereits seit Tagen Hinweise darauf, dass ein hohes Potential für stürmisches Wetter zum Rosenmontagszug besteht.

Dort wo sonst entlang der Zugstrecke die Narren stehen war am 8. Februar 2016 gähnende Leere | Foto: Thorsten Lüttringhaus

Michael Bonewitz, Pressesprecher des Mainzer Carneval Verein (MCV), ist aktuell noch sehr entspannt. “Wir stehen mit den Wetterdiensten in engem Kontakt und tauschen uns intensiv aus”, so Bonewitz. Natürlich rüstet man sich auf die prognostizierte Wetterlage und sichert vorab schon Banner und Bühnen entlang der geplanten Zugstecke.

Entscheidung fällt Sonntag

Doch ob der 68. Mainzer Rosenmontagszug, nach 2016 erneut abgesagt werden muss, kann erst kurzfristig entschieden werden. “Was wir machen, entscheiden wir erst dann wenn es konkret wird”. Der MCV als Veranstalter, stimmt sich mit allen verantwortlichen Organisationen ab. “Eine Entscheidung wird auf jeden Fall am Sonntag fallen”, so Bonewitz Rhein-Main-Nachrichten | Boostyourcity gegenüber.

MCV Pressesprecher Michael Bonewitz musste 2016 den Medien Rede und Antwort stehen | Foto: Thorsten Lüttringhaus

Auf jeden Fall wird es für die Narren am Wochenende sehr ungemütlich werden.
“Die Wettermodelle berechnen derzeit eine mögliche brisante Sturmlage zum Höhepunkt des Karnevals am Rosenmontag. Demnach drohen nach jetzigem Stand besonders im Westen und Süden schwere Sturmböen mit über 100 Kilometer pro Stunde”, erklärt Matthias Habel, Meteorologe und Pressesprecher von WetterOnline.

Hohes Gefahrenpotential

“Die Wettermodelle springen aber noch. Wann, wo und wie stark es stürmen soll, ist also noch unsicher. Das ist bei solch dynamischen Sturmtiefs drei bis vier Tage vorher aber ganz normal.”, schränkt Habel ein.

Hohes Potential für gefährliche Sturmlage am Rosenmontag | Bildquelle: “obs/WetterOnline Meteorologische Dienstleistungen GmbH”

Das Zentraltief befindet sich in der nördlichen Nordsee. Von dort ziehen kleine Randtiefs mit hoher Geschwindigkeit vom Atlantik nach Mitteleuropa, die eng begrenzt enorme Schäden anrichten können. Die Zugbahn dieser sogenannten Schnellläufer ist nur sehr kurzfristig zu prognostizieren. Sicher ist jedoch, dass ein hohes Gefahrenpotential vorhanden ist.

Quelle: Screenshot MCV Facebookseite Stand 14:52 Uhr

In einem Facebook-Beitrag von 14:52 Uhr gab der MCV als Veranstalter auch noch einmal bekannt, dass erst am Sonntag eine Entscheidung getroffen werden kann, wenn genauere Prognosen vorliegen.
Aktuell gehen die Veranstalter jedoch davon aus, dass der Rosenmontagsumzug wie geplant um 11:11 Uhr am Montag an den Start geht.

Auch in Köln und Düsseldorf fällt die Entscheidung erst am Sonntag

Auch in Köln und Düsseldorf fallen die Entscheidungen, ob die traditionellen Rosenmontagsümzüge überhaut stattfinden, erst am Sonntag. Entscheidend sei die Windstärke, die an diesem Tag herrscht. Ab Windstärke 8 besteht die Gefahr, dass die Wagen vom Winde verweht werden können. Ebenfalls sei auch nicht auszuschließen, dass Dachabdeckungen auf die Jecken herabfallen können. So zumindest beschreibt es die Rhein-Pfalz in ihrem aktuellen Artikel.

Es wird dringend empfohlen, die Entwicklung des Sturmes über die WetterOnline App, den WetterOnline WhatsApp Service oder auf www.wetteronline.de zu verfolgen.