Kostenloses Hand-Desinfektionsmittel für Krankenhäuser – das ist das Ziel der Aktion „Helping Hands“, die die BASF ins Leben ruft. Momentan steckt der Chemiekonzern aus Ludwigshafen noch mitten in der organisatorischen und technischen Umsetzungen. Aber: Bereits Ende dieser Woche sollen die Desinfektionsmittel den Krankenhäusern in der Metropolregion Rhein-Neckar kostenlos zu Verfügung stehen.

 


Von den Krankenhäusern in der Region wissen wir, dass die Versorgungslage bei geeigneten Desinfektionsmitteln teils sehr angespannt ist“, so BASF-Werksleiter Uwe Liebelt einer Mitteilung zufolge. „Wir wollen daher helfen, die Verfügbarkeit zu sichern.“ Für die Herstellung habe das Unternehmen eine Ausnahmegenehmigung des rheinland-pfälzischen Gesundheitsministeriums bekommen, wie ein Konzernsprecher am Montag mitteilte. Denn normalerweise steht Desinfektionsmittel nicht im BASF-Portfolio. Dem Chemie-Unternehmen zufolge produziert der Konzern am Standort Ludwigshafen einige der Rohstoffe, die zur Herstellung von Desinfektionsmitteln verwendet werden können. Weitere notwendigen Stoffe würden extern zugekauft, um vorübergehend die dringend benötigten Mittel herzustellen.

Desinfektionsmittel nur für Krankenhäuser

Durch die Corona-Epidemie sind die Produkte zur Desinfektion wegen der erhöhten Nachfrage knapp geworden. „Wir haben uns überlegt, wie wir im Rahmen unserer Möglichkeiten am besten helfen können, indem wir jene unterstützen, auf die es jetzt ganz besonders ankommt: die Ärztinnen, Ärzte und das Pflegepersonal in den Kliniken“, so BASF-Vorstandsmitglied Michael Heinz. Aufgrund der begrenzten Produktionsmöglichkeiten ist die Abgabe an Kliniken in der Region beschränkt. Die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler hatte erklärt, sie sei froh, dass BASF „diese Möglichkeit schaffen konnte.“
Für Privatkunden, die auf endlich wieder gefüllte Regale für Desinfektionssprays in den Drogerien warten, ist das neue Produkt aber nicht gedacht.