Bundesministerin Dr. Katarina Barley(re.) mit der Sonderpreisträger Gudrun Pausewang bei der Preisverleihung zum Deutschen Jugendliteraturpreis 2017 (Fotografin: Anna Meuer) | CC-BY-SA-3.0-DE

Die Schriftstellerin Gurdrun Pausewang ist tot. Ihr Sohn teilte der Deutschen Presse-Agentur heute mit, dass die 91-Jährige am Donnerstagabend in der Nähe von Bamberg verstarb.

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Pausewang arbeitete nach ihrem Studium als Lehrerin, einige Jahre sogar in Südamerika. Die ersten Bücher schrieb sie für Erwachsene. Im Jahr 1972 bildete das Märchen „Hinterm Haus der Wassermann“ den Einstieg in die Erfolgsserie als Kinder- und Jugendbuchautorin. Dabei behandelte sie oft politische Themen wie Flucht, Kriege und die Auseinandersetzung mit der NS-Ideologie.

Eines ihrer erfolgreichsten Jugendbücher ist der Roman „Die Wolke“ (1987) über die Folgen eines fiktiven Atomreaktorunfalls bei Frankfurt am Main. Das zuerst umstrittene Buch wurde nach der Katastrophe von Tschernobyl ein Bestseller und prägte als Schullektüre ganze Generationen. Die Geschichte verkaufte sich millionenfach und wurde in 13 Sprachen übersetzt. Die Verfilmung unter der Regie von Gregor Schnitzler kam 2006 in die Kinos.

Pausewang schrieb nach eigenen Angaben über 100 Bücher. Für Ihre Doktorarbeit über „Vergessene Jugendschriftsteller der Erich-Kästner-Generation“ wurde sie noch mit 70 Jahren promoviert. Sie erhielt für ihre Arbeit eine Menge Preise, unter anderem auch den Deutschen Jugendliteraturpreis. 2016 schrieb sie in ihrem letzten Buch „So war es, als ich klein war“ über ihre eigene Kindheit.

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