Foto: Mike Filzen

Bei einem schweren Verkehrsunfall raste eine Frau mit ihrem Auto in eine Menschengruppe. Dabei wurden insgesamt 12 Personen verletzt, drei davon schweben derzeit in Lebensgefahr. Der Vorfall passierte an diesem Freitag gegen 17:45 Uhr in der Frohnhauser Straße an der Ecke Berliner Straße in Essen-Frohnhausen.

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An der Haltestelle „Gervinusplatz“ wollten die Personen eine Bahn der Linie 109 verlassen beziehungsweise in diese einsteigen. Da die Gleise an dieser Haltestelle auf der Mitte der Straße verlaufen, mussten diese hierfür die Fahrbahn überqueren. Eine 81-jährige Frau fuhr mit ihrem silbernen BMW zwischen der Bahn und dem Gehweg entlang und raste dabei von hinten mit dem Auto in die Menschengruppe.

Bei dem Unfall wurden insgesamt zwölf Menschen teils lebensgefährlich verletzt. Drei der Personen schweben aktuell in Lebensgefahr. Vier Personen sind schwer verletzt, fünf weitere trugen bei dem Unfall leichte Verletzungen davon. Die Patienten wurden am Ort des Geschehens durch Rettungskräfte versorgt und im Anschluss in umliegende Krankenhäuser gebracht. Auch die Rentnerin wurde bei dem Unfall verletzt und kam in eine Klinik. Derzeit ist noch nichts über den Gesundheitszustand des Beifahrers, der ebenfalls Rentner ist, bekannt.

Der Rettungshubschrauber „Christoph 9“ aus Duisburg war ebenfalls vor Ort im Einsatz. Der Essener Rettungsdienst wurde außerdem von sogenannten „Ü-MANV-S-Komponenten“ der Feuerwehren aus Gelsenkirchen und Bochum unterstützt. Sie brachten jeweils einen Notarzt und Rettungswagen nach Essen, um die Versorgung während des Einsatzes sicherzustellen. 63 Einsatzkräfte waren insgesamt im Einsatz.

Bereits als die ersten Einsatzkräfte am Unfallort eintrafen, wurden alle Verletzten von zufällig anwesenden Personen betreut. Die Absperrmaßnahmen der Polizei wurden von den Passanten beachtet. Es kam trotz der großen Menschenmenge zu keinen nennenswerten Diskussionen mit den Rettungskräften.

Die stark befahrenen Kreuzung war für mehrere Stunden komplett gesperrt, wodurch es zu starken Behinderungen im Verkehr kam. Weshalb die Autofahrerin in die Menschenmenge fuhr, ist Teil der polizeilichen Ermittlungsarbeit. Ob die dortige Ampelschaltung, die rot anzeigt, wenn ein Zug zum Ein- und Aussteigen anhält, defekt war oder diese von der Frau übersehen wurde, ist bisher noch unklar.

Foto: Mike Filzen
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