Vorstellung der Doku "Nachtstreife" über die Polizei Mainz | Foto: Chiara Forg

Nachrichten Mainz | An diesem Mittwoch (07.10.2020) wurde das neue Doku-Format über die Mainzer Polizei vorgestellt. Die Doku trägt den Namen „Nachtstreife“ und spiegelt die Arbeit der Polizei authentisch wieder. Boost your City war bei der Vorstellung im Polizeipräsidium Einsatz, Logistik und Technik in Mainz-Hechtsheim vor Ort.

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Hinter der Doku-Reihe steckt viel Arbeit

Schon längere Zeit stand die Mainzer Polizei mit einer Produktionsfirma in Kontakt. Gemeinsam entstand die Idee den Zuschauern, den Alltag der Polizei näher zu bringen. Die Planung der Doku-Serie begann bereits vor über drei Jahren. Der Polizeipräsident Rainer Hamm berichtet, dass es ihn zu Beginn viel Überwindung kostete, den Dreharbeiten zuzusagen. Er war skeptisch und hatte Bedenken, welches Bild dabei von der Polizei vermittelt wird. Doch nach dem ersten Test waren die Bedenken verflogen.

Schließlich wurde die Dokumentation von allen Seiten genehmigt und die Dreharbeiten begannen vor rund elf Monaten. Aufgrund der Pandemie musste allerdings eine dreimonatige Pause eingelegt werden. Insgesamt wurden vier unterschiedliche Teams der Polizei bei insgesamt 34 Nachtschichten begleitet. Daraus entstanden sechs Folgen der Doku-Reihe.

Hautnah an der täglichen Arbeit der Polizei

Von der Fahndung eines flüchtigen Täters über ungeklärte Todesfälle bis hin zu skurrilen Verkehrsdelikten – die Aufgaben sind vielfältig und die Beamten können vorab nie absehen, was sie erwartet. In der Dokumentation wurde der Kriminal-Dauerdienst sowie die Schutz- und Autobahnpolizei bei echten Einsätzen begleitet. Dabei gab es kein Skript und es wurde nichts nachgestellt, das war allen Beteiligten wichtig.

Der Zuschauer lernt in der Doku nicht nur die Arbeit der Polizei kennen sondern auch die Polizeibeamten. Warum haben sie in dieser Situation so gehandelt? Wie haben sie sich dabei gefühlt und wie gehen sie mit belastenden Situationen um? Was hat sie dazu bewegt Polizist zu werden? Ehrliche und offene Worte von den Polizisten und Hintergrundinformationen zu den Einsätzen fließen immer wieder mit ein.



Einblicke in die Dokumentation

Während der Vorstellung wurden die ersten 15 Minuten der ersten Folge von „Nachtstreife“ gezeigt. Die Die Dokumentation steigt direkt in das Geschehen ein und bietet trotzdem zahlreiche Hintergrundinformationen. Der Einsatz an einem Mainzer Club zeigt mit welchen Problemen die Polizei umgehen muss und wie sie damit umgeht – ehrlich, authentisch und fesselnd.

Auch wie die Beamten des Kriminal-Dauerdienstes bei Einsätzen mit Todesopfern agiert und wie die Beamten mit den teilweise sehr belastenden Dingen umgeht, wird gezeigt. Die Beamten müssen prüfen, ob sich Anzeichen von Fremdeinwirkung an dem Verstorbenen finden lassen – eine Aufgabe die viel von den Beamten abverlangt. Die Dokumentation ist so nah dran am Geschehen dass es dem Zuschauer zugleich kalt den Rücken herunterläuft, ihn aber auch zutiefst berührt. Nachdem der Einsatz beendet ist, folgt die nächste Alarmierung – ein vermeintlicher Suizid, bei dem der Verstorbene sich selbst mit einer Armbrust in das Auge geschossen haben soll. Auch hier müssen die Beamten vor Ort ermitteln, ob es sich dabei wirklich um einen Suizid handelte.

Für die Polizei und das Kamera-Team nicht ganz alltäglich

Bei der Vorstellungen waren auch die Polizisten und Polizistinnen vor Ort, die in der Dokumentation begleitet wurden. Eine der Polizistinnen erklärte gegenüber Boost your City, dass sie die Kamera schon nach kurzer Zeit kaum noch wahrgenommen hatte. Es sei dabei also nichts gespielt oder verstellt sondern genau so, wie es tagtäglich passiert. Es sei aber schon ungewohnt gewesen nicht nur den eigenen Kollegen im Auge haben zu müssen sondern auch das Kamera-Team. Sie berichtet von einer Situation, in der ein Kameramann angegriffen wurde und erklärt, dass die Beamten umgehend eingriffen und die Situation auch in den Griff bekamen.

Für das Kamera-Team war zudem während der gesamten Dreharbeiten klar, dass sie sich im Zweifel eher im Hintergrund aufhalten, berichteten die Produzenten gegenüber unserer Redaktion. Durch die Bodycams der Polizisten habe man auch viele Szenen einfangen können. Das Kamera-Team war natürlich trotzdem in Situationen gekommen, die für sie nicht alltäglich sind. Für diese Fälle standen ihnen auch die Psychologen der Polizei zur Verfügung, um diese Erlebnisse zu verarbeiten.

Sendetermine:

  • 14.10.2020 – 20:15 Uhr auf SWR
  • 15.10.2020 – 21:00 Uhr auf SWR
  • 22.10.2020 – 21:00 Uhr auf SWR
  • 29.10.2020 – 21:00 Uhr auf SWR
  • 05.11.2020 – 21:00 Uhr auf SWR
  • 12.11.2020 – 21:00 Uhr auf SWR
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