Symbolfoto: Pixabay Velimir Marinkovic

Auf den saarländischen Innenminister Klaus Bouillon (CDU) hat es mutmaßlich einen Anschlag gegeben. Wie die Generalstaatsanwaltschaft Saarbrücken mitteilt, wurden mehrere Schrauben an seinem Dienstwagen gelockert. Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun wegen versuchten Mordes und schließt „staatsgefährdende Motive“ nicht aus.

Der oder die Unbekannte hat nach Annahme der Staatsanwaltschaft die Radschrauben am verlängerten Wochenende nach dem Maifeiertag gelockert. Bei einer Fahrt durch St. Wendel habe Bouillon die Situation bemerkt. Das Alarmsystem der Limousine hatte entsprechende Meldungen gegeben.

Die Polizei hat den Wagen sichergestellt. Aktuell findet die Spurensuche statt. Weitere Angaben machen Polizei und Staatsanwaltschaft aus ermittlungstechnischen Gründen vorerst nicht.

Der saarländische Regierungssprecher Alexander Zeyer verurteilte die Tat scharf: Es handele sich nicht um einen „harmlosen Spaß“, sondern um einen „Angriff auf die Grundfeste unserer Gesellschaft“.

Die Gewerkschaft der Polizei des Saarlandes zeigte sich „tief empört“ über diesen Vorfall. Sollte sich der Verdacht des vorsätzlichen Handelns bestätigen, dann sei dies „eine neue Dimension in der Gewalteskalation gegenüber politischen Verantwortungsträgern“.