Mit Ida verlässt der letzte Berberaffe den Merziger Tierpark. Foto: Stadt Merzig/ Heiko Britz

Merzig. Der Merziger Tierpark hat seinen letzten Berberaffen verabschiedet. Ida sitzt derzeit im Neunkircher Zoo in Quarantäne. Wenn die 30 Tage abgelaufen sind, geht es für sie in den „Parc Merveilleux“ im luxemburgischen Bettenbourg. Damit endet die Geschichte der Merziger Affen.

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Noch vor einem Jahr lebten drei Berberaffen im Merziger Tierpark. Dann starb im vergangenen Juli zuerst Gustl im Alter von 23 Jahren. Jetzt folgte ihm Christel. Mit Ida hat  der letzte Berberaffe das Gelände verlassen. Sie zieht nach Luxemburg um.

Der Umzug geht auf eine vier Jahre alte Entscheidung zurück. Damals legten sich die Stadt und die „Interessen- und Fördergemeinschaft Merziger Tierpark“ auf ein neues Konzept fest. Statt Wildtieren sollten fortan bedrohte Nutztierrassen gehalten werden. Die vorhandenen Berberaffen erhielten in Merzig ihr Gnadenbrot. Ida soll nun nicht alleine im Gehege leben.

„Ein Grund für die Entscheidung war die immer problematischer werdende artgerechte Haltung dieser Tiere“, erklärt die Stadt das neue Konzept. Dieses ermögliche es Schulen und Kindergärten den Park als „Lernort“ zu erleben. Dort sollen die Kinder ein auf Sehen, Riechen und Tasten beruhendes Verhältnis zur Landwirtschaft erhalten.

Zurzeit hält der Park Thüringer Waldziegen, Deutschen Karakul Schafen, Cröllwitzer Puten und Hinterwälder Rindern. Außerdem setzen sich die Verantwortlichen für den Schutz und die Erhaltung von Wildbienen ein. Daher halten sie die freien Flächen etwa für Bienen, Schmetterlinge und sonstige Insekten vor. Zu diesem Zweck ließen sie Blühwiesen anlegen.