Symbolbild - Nachrichten Mainz

Nachrichten Coronavirus | Der Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat die zentrale Bereitstellung von Millionen Atemschutzmasken diesen Donnerstag angekündigt. Das ist auch dringend notwendig und keinen Tag zu früh ausgesprochen. Laut einer Blitzumfrage des Ärztenachrichtendienstes beklagen inzwischen über 80 Prozent der niedergelassenen Ärzte in Deutschland fehlende Schutzausrüstung. Gerade im ländlichen Bereich denken viele schon an die Schließung ihrer Praxis.

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Umfrage bei über 1500 Hausärzten

Der Ärztenachrichtendienst hat in einer Blitzumfrage über 1.500 niedergelassene Haus- und Fachärzte befragt. Innerhalb von 24 Stunden zeigte sich deutlich: Die Zahl der Patienten hat sich in den meisten Praxen reduziert. Bei den Hausärzten laufen dafür die Telefone heiß.

73 Prozent der befragten Hausärzte haben einen Patientenrückgang. 83 Prozent der befragten Fachärzte berichten, dass derzeit weniger Patienten als üblich in die Praxen kämen. Dafür berichteten 88 Prozent der Hausärzte, dass die Anrufe extrem stark angestiegen seien. Das Personal hat enorme Probleme dieses zu bewältigen.

Masken fehlen nach wie vor

Der Großteil der niedergelassenen Ärzte hat derzeit noch Desinfektionsmittel zur Verfügung. 63 Prozent der Ärzte warnen jedoch, dass der Bestand nicht mehr lange ausreichen wird. 87 Prozent der Hausärzte und 82 Prozent der Fachärzte haben ein viel schwerwiegendes Problem. Es fehlen aktuell wichtige Ausrüstungsgegenstände wie Schutzmasken. Das Land Rheinland-Pfalz hatte in der letzten Woche betont, dass ca 120.000 Atemschutzmasken verfügbar wären aus Reserven des Bundeslandes. Dieses reicht jedoch nur wenige Tage, nach Aussage der Mediziner.

Sollte sich die Lage nicht rasch ändern, befürchtet ein großer Teil der niedergelassenen Ärzte, dass es zur Praxisschließung keine Alternative gibt.

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