Foto: Thorsten Lüttringhaus

Die DFS (Deutsche Flugsicherung) plant einen Testbetrieb am Frankfurter Flughafen, bei dem unter anderen alle Flugzeugstarts (wetterbedingt) nach Westen über Rheinhessen geführt werden sollen. Vom 03. Februar bis zum 25. März soll dieser Testbetrieb über Rheinhessen stattfinden. Auch Landungen sollen in engerer Taktung wie zuvor erfolgen. Die Betriebsrichtung, also die Richtung in welche Flugzeuge starten und aus welcher sie Landen, ist aber abhängig von der vorherrschenden Windrichtung am Flughafen.


Der Lärmschutzbeauftragte Wolfgang Thomas aus Wackernheim:

„Um den Dauerbetrieb zu verhindern, müssen sich die betroffenen Bürger in der Region wehren“. Insbesondere die Bürger in den Stadtteilen Großwinternheim, Wackernheim und Heidesheim werden betroffen sein.

Es ist abzusehen, dass ein solcher Probebetrieb im Zuge der Erhöhung der Flugbewegungszahlen zum Dauerbetrieb wird und somit viel Lärm nach Rheinhessen geschoben wird.

Wolfgang Thomas rät deshalb, sich aktiv zu beschweren. Am einfachsten geht es im Internet über die Seite www.dfld.de. Dort über das Menü Messwerte die Messstationen in Großwinternheim oder Wackernheim/Heidesheim aufrufen und sich über die lauten Überflüge online beschweren. Jede Beschwerde muss registriert und bearbeitet werden.

Der Deutsche Fluglärmdienst

Der Deutsche Fluglärmdienst e.V. ist ein eingetragener gemeinnütziger Verein, der sich für die quantitative Erfassung aller Emissionen des Luftverkehrs und deren transparenter Darstellung mit einer Langzeit-Archivierung engagiert. Er bietet Fluglärm-Messwerte, Flugspuren, Live-Radar, Bilder von Überwachungskameras sowie Lärm-, Flughafen- und Wetter-Statistiken.

Neuer Rekord am Flughafen Frankfurt

Im Jahr 2019 erreichte der Flughafen Frankfurt mit über 70,5 Millionen Fluggästen einen neuen Höchstwert und übertraf erstmals in einem Jahr die 70-Millionen-Schwelle. Dies entspricht einem Plus von 1,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mit 513.912 Starts und Landungen stieg die Zahl der Flugbewegungen um 0,4 Prozent. Die Summe der Höchststartgewichte legte um 0,8 Prozent auf etwa 31,9 Millionen Tonnen zu.