Nach Medieninformationen, wird der chinesische Telekommunikationskonzert Huawei nun doch beim Ausbau im deutschen 5G-Netz mitwirken.

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Ursprünglich gab es eine Klausel, die Huawei den Zugang zum deutschen Markt versperren sollte. Wie das Handelsblatt nun berichtet sei davon im aktuellen Entwurf der Bundesnetzagentur zu den Sicherheitsanforderungen für die Telekommunikationsnetze nichts mehr zu sehen. Ursprünglich war dort manifestiert, dass die Systeme „nur von vertrauenswürdigen Lieferanten bezogen werden“ dürfen.

Wie das Handelsblatt berichtet, wurde eine schärfere Fassung der Anforderungen durch die Intervention des Kanzleramtes verhindert wurden. Demnach befürchte die Bundeskanzlerin Angela Merkel, dass eine schärfere Fassung ein Zerwürfnis mit China mit sich bringe, so zumindest soll es aus Regierungskreisen zu vernehmen sein, wie die BILD berichtet.

„Aber wir stellen einen Katalog erweiterter strenger Sicherheitsanforderungen auf. Dem muss jeder, der beteiligt werden will, Folge leisten“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Montag.

Es sei ein „schwerer Fehler, Huawei ins 5G-Netz zu integrieren“. So zumindest äußerte sich Außenpolitiker Nils Schmid vom Koalitionspartner der SPD.

Bei der 5G-Technologie gibt es keine technische Sicherheit. Norbert Röttgen (CDU) gab zu bedenken, dass es hier um Vertrauen ginge und da Huawei „maßgeblich staatlich gelenkt“ sei, könne man dieses Unternehmen nicht als vertrauenswürdig einstufen.

Andere Länder, wie Japan, Australien, Neuseeland und Taiwan haben durch entsprechende Sperrklauseln den chinesischen Anbieter bereits vom Markt ausgeschlossen. Die Gegner befürchten, dass sich China über seinen Netzanbieter und das 5G-Netzt dann mit Spionagetechnik im europäischen Markt einnisten wird.

„Feindliche Staaten könnten Druck auf 5G-Anbieter ausüben, um Cyberangriffe zu ermöglichen, die ihren nationalen Interessen dienen.“ So warnte laut Handelsblatt der EU-Kommissar Julian King erst vergangene Woche vor staatlichem Einfluss auf 5G-Netze.

Erst Mitte Juni wurden die 420 Megahertz Frequenzen für den neuen 5G-Standard für 6,6 Milliarden Euro versteigert.

  • Deutsche Telekom – 130 Megahertz
  • Vodafone – 130 Megahertz
  • 1&1 Drillisch – 70 Megahertz
  • Telefonica Deutschland (O2) – 90 Megahertz
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