Bis zum 1. Januar 2002 war die gute alte D-Mark das Standardzahlungsmittel in deutschen Geldbeuteln

Vor 17 Jahren wurde die gute alte D-Mark (DM) durch den Euro ersetzt. Bis Ende 2016 befanden sich nach Angaben der Deutschen Bundesbank, immer noch DM-Münzen im Wert von 6,74 Milliarden DM im Umlauf. Viele der Besitzer wissen vielleicht gar nicht, dass sie noch einige Schätzchen unter den Münzen haben.

Auf jeden Fall könnte sich ein genauer Blick auf die einzelnen Münzen lohnen. Gerade unter Sammlern gibt es DM-Münzen, die sehr gefragt sind und auch einen beachtlichen Wert haben. Grund hierfür ist, dass einige Münzen in limitierten Auflagen geprägt wurden. Maßgeblich für die Wertigkeit der Münzen ist das Prägejahr, die durch Buchstaben gekennzeichnete Prägeanstalt, das Material und die noch existierende Anzahl der Münzen.

Nach Angaben der Münzhandelsgesellschaft (MDM) gehören folgende Münzen zu den besonders gefragten Schätzen

2-Pfennig-Münze aus den Jahren 1969 und 1969, Prägung J

Bis 1968 waren die 2-Pfennig-Münzen aus reinem Kupfer. Später dann aus Kupfer-plattiertem Eisen.
1996 gab es noch circa 500 Stück aus reinem Kupfer. Diese haben heute einen besonderen Wert. Diese Münzen wurden damals in Hamburg (Prägebuchstabe J) geprägt.
Gut erhalten erzielen diese 2-Pfennig-Münzen heute einen Preis zwischen 2.000 und 5.000 Euro.

50-Pfennig-Münze aus 1950 mit „Bank Deutscher Länder“-Schriftzug

In der Zeit von 1948 bis 1949 war bei den 50-Pfennig-Stücken die Aufschrift „Bank Deutscher Länder“ als gängige Prägung zu lesen. Auch 1950 wurden noch vereinzelt 50-Pfennig-Stücke mit diesem Aufdruck in den Verkehr gebracht, was eigentlich einer Fehlprägung gleich kommt. Durch diese Tatsache gelten diese Münzen als Raritäten und haben inzwischen einen Wert zwischen 400 bis 600 Euro.

1-DM-Münze aus dem Jahr 1954, Prägung G

Je nach Qualität können aus einer D-Mark ganz schnell 1200 Euro werden. Nach MDM sei die Qualität „Stempelglanz“ selten und erziele diesen Höchstwert. Lediglich 10 Euro erzielt die in Karlsruhe (G) geprägte Münze in der Qualitätsstufe „sehr schön“.

2-DM-Münzen mit berühmten Persönlichkeiten

Während der DM-Ära wurden grade die 2-DM-Münzen immer wieder dazu genutzt, um als Sondermünzen herausgegeben zu werden. Hierzu wurden meist berühmte deutsche Persönlichkeiten dazu genutzt, um einen höheren Sammlerwert erreichen zu können.

Die Prägung „Max-Planck“ aus der Stuttgarter Prägeanstalt (F) kann bis zu 150 Euro erzielen. Ebenfalls beliebt sind auch die Sondermünzen „Franz Josef Strauß“, „Ludwig Erhard“ und „Willy Brandt“.

5-DM-Münze aus dem Jahr 1958, Prägung F oder J

Der sogenannte „Heiermann“, wie er umgangssprachlich genannt wurde, kann als Sammlerstück bis zu 500 Euro erzielen, sofern er in Stuttgart (F) geprägt wurde. Die Prägung aus der Hansestadt Hamburg (J) kann sogar, sofern die Münze gut erhalten ist, noch höhere Summen erreichen.

Wer noch DM-Münzen in seinem Fundus hat, sollte generell auf folgende Merkmale achten:

  • Existierende Anzahl der Münzen
  • Jahr der Prägung
  • Material der Münze
  • Prägeanstalt der Münze

Prägeanstalten

  • A = ab 1990 Berlin
  • D = München
  • F = Stuttgart
  • G = Karlsruhe
  • J = Hamburg

Natürlich spielt auch der aktuelle Zustand der jeweiligen Münzen eine große Rolle für die Wertermittlung. Hier lohnt im Zweifelsfall auf jeden Fall der Gang zu einem Münzfachmann.