Foto: Thorsten Lüttringhaus

Nachrichten Wiesbaden | Für ihre freiwillige Ausreise aus Deutschland können Flüchtlinge in Hessen finanzielle Hilfe des Bundeslandes beantragen. Laut dem Hessischen Innenministerium gab das Bundesland im Jahr 2019 dafür rund 475.000 Euro aus. Freiwillige Ausreisende erhalten neben einem Zuschuss zu den Reise- und Transportkosten auch eine finanzielle Starthilfe. Die Kosten für eine ärztliche Begleitung und Dolmetscher können ebenfalls erstattet werden.

 


Wenn die Flüchtlinge später erneut nach Deutschland einreisen, muss das Geld zurück gezahlt werden, berichtet das Innenministerium. In einem Merkblatt zur Förderrichtlinie heißt es: „Davon kann unter bestimmten Voraussetzungen abgesehen werden (erneuter Aufenthalt nicht von Dauer, Wiedereinreise aus Gründen, die der Antragsteller nicht zu vertreten hat, Ausreise vor mehr als 5 Jahren etc.).“

Die meisten kehren nicht nach Deutschland zurück

Flüchtlinge, die vom Land Hessen finanziell bei der freiwilligen Ausreise aus Deutschland unterstützt werden, reisen im Anschluss meist nicht wieder ein. Das war die Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage von zwei Abgeordneten der AfD im hessischen Landtag. In den beiden vergangenen Jahren sind demnach von 853 freiwillig ausgereisten Flüchtlingen lediglich vier wieder nach Deutschland zurückgekehrt.

Das Innenministerium in Wiesbaden erklärte, dass statistisch nicht erfasst werde in welches Land die Asylsuchenden ausreisen. Jedoch waren die meisten Flüchtlinge, die zwischen 2017 und 2019 wieder aus Deutschland ausreisten syrischer Herkunft.