Symbolfoto: Pixabay Michael Gaida

Jedes Jahr kommen 22 000 Kinder und Jugendliche mit einer akuten Alkoholvergiftung ins Krankenhaus. Das hat die DAK-Gesundheit mitgeteilt. Die Krankenkasse setzt auf die Kampagne, “bunt statt blau”, die sie zum elften mal startet.

Rund 11 000 Schulen lädt die DAK zusammen mit der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Daniela Ludwig, ein. Die Schüler können bis zum 31. März Plakate einreichen, die sich mit den Themen Rauschtrinken, Alkoholmissbrauch und Prävention beschäftigen. Zusammen rund 11 000 Euro hat die Kasse an Preisen dafür ausgeschrieben. Dazu gibt es einen Sonderpreis für Schüler, die ihren Beitrag auf Instagram hochladen.

Im Jahr 2000 wurden zum ersten mal Daten zum Thema Alkoholmissbrauch durch Jugendliche erhoben. Seitdem sind die Fallzahlen um 128 Prozent gestiegen, wie die DAK mitteilt. Doch in den vergangenen fünf Jahren seien sie leicht rückläufig gewesen. Grund genug für die Verantwortlichen, mit Kampagnen wie “bunt statt blau” weiterzumachen.

„Viel zu häufig trinken Jugendliche sprichwörtlich, bis der Arzt kommt. Die Zahlen sind alarmierend. Deshalb dürfen wir mit unseren Aufklärungsbemühungen nicht nachlassen“, sagt DAK-Vorstandschef Andreas Storm. „Wir setzen ‚bunt statt blau‘ auch im elften Jahr fort, um die Schüler in den entscheidenden Klassenstufen zu sensibilisieren.“ Teilnehmende Schulen können das Thema Alkohol bis Ende März im Unterricht behandeln und ihre Schüler Plakate entwerfen lassen. Das Kieler Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) bietet den Schulen dazu unterstützend das Paket „Glasklar“ an, das Unterrichtsmaterialien und Informationen für die Eltern enthält.

Nach einer Studie des IFT-Nord erklärt die Mehrheit der Teilnehmer, sie hätten durch „bunt statt blau“ etwas über die Gefahren von Alkohol gelernt. Der Wettbewerb wird vor allem in den Klassen der Mittelstufe angeboten und fällt damit genau in die Phase, in der die meisten Schüler das erste Mal Alkohol trinken und probieren. „Entscheidend ist, dass wir genau dann die Neinsage-Fähigkeiten der Schülerinnen und Schüler stärken“, erklärt IFT-Nord-Leiter Professor Reiner Hanewinkel.