Symbolbild Festnahme | Foto: Thorsten Lüttringhaus

In der Nacht zum heutigen Mittwoch (10.04.2019) wurde die Polizei in Bingen gegen 00:34 Uhr durch den Veranstalter zu einer Party angefordert, nachdem es Streitigkeiten mit einem 20-jährigen Gast gegeben hatte.

Nachdem der 20-Jährige mit anderen Gästen in verbale Streitigkeiten geriet, wollte der Veranstalter ihn der Party verweisen. Nachdem er der Aufforderung jedoch nicht nachkam, sah der Veranstalter keine andere Möglichkeit, als die Polizei zur Unterstützung zu rufen.

Polizist ins Bein gebissen

Doch weder auf eine klare Aufforderung der Beamten noch auf einen erteilten Platzverweis reagierte er nicht. So blieb den Beamten nichts anderes übrig, als den 20-Jährigen unter Einsatz körperlicher Gewalt von der Örtlichkeit zu entfernen. Hierbei klammerte sich der junge Mann immer wieder an einem Geländer fest. Bei dem Gerangel biss er einem der Beamten sogar ins Bein.

Der 20 jährige wurde zur Dienststelle verbracht und später von einem Erziehungsberechtigten abgeholt. Er stand deutlich unter Alkoholeinwirkung, ein Test wies einen Wert von 1,39 Promille aus.

Bingerbrück / Münster-Sarmsheim

Einen Tag zuvor kam es erneut zu einem gewalttätigen Übergriff auf einen Polizeibeamten. Dieser wird jedoch durch die Verletzung für längere Zeit für den Dienst ausfallen.

Zunächst bemerkte eine Zeugin, wie ein Mann gegen 16:00 Uhr torkelnd aus einer Gaststätte in Bingen-Büdesheim kam und sich in sein Fahrzeug setzte um los zu fahren. Die alarmierte Polizei konnte das gemeldete Fahrzeug später an der Wohnanschrift in Münster-Sarmsheim aufgefunden werden.

52-Jähriger leistet erheblichen Widerstand

Auf Klingeln zeigte sich eine männliche Person am Fenster, auf die die Fahrerbeschreibung zutraf, der jedoch den Beamten den Zutritt verwehrte. Durch einen richterlichen Durchsuchungsbefehl, den die Beamten erwirkten, konnte der Zutritt letztendlich doch umgesetzt werden.

Dem 52 jährigen wurde der Sachverhalt erläutert und die polizeilichen Maßnahmen, Blutentnahme, Sicherstellung des Führerscheins, aufgezeigt.

Da er sich wenig kooperativ zeigte, mussten die Beamten einfache körperliche Gewalt anwenden, um die Maßnahmen umsetzten zu können. Hierbei leistete der 52 weiterhin erheblichen Widerstand und versuchte sich immer wieder aus den Griffen der Beamten zu befreien.

Polizist mit ausgekugelter Schulter

Kurz vor dem Streifenwagen versuchte er wieder den Beamten zu entkommen, in dem er eine ruckartige Rückwärtsbewegung machte. Durch die Fixierung des 52-Jährigen erlitt der Beamte eine Schulterluxation. Sowohl der deutlich unter Alkoholeinwirkung stehende Fahrzeugführer als auch der verletzte Beamte wurden ins Krankenhaus eingeliefert.

Dem 52 jährigen wurde eine Blutprobe entnommen, sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Entsprechende Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.

Dem verletzten Beamten wurde die Schulter unter Narkose eingerenkt. Er wird in den nächsten Wochen keinen Dienst verrichten können.