Die Schweine wurden mit Wasser versorgt | Foto: Polizei Dortmund

Nach dem Hinweis eines aufmerksamen Autofahrers hat die Polizei Dortmund gestern Abend (23. Juli 2019) auf der A2 einen Tiertransport gestoppt. In einem Lkw fanden die Beamten 143 Schweine, die völlig dehydriert und in einem äußerst schlechten Gesundheitszustand waren. Mindestens drei Tiere waren bereits verendet.

Der Zeuge hatte sich gegen 17.50 Uhr über den Notruf der Polizei gemeldet. Auf der A 1 in Fahrtrichtung Dortmund kurz vor der Anschlussstelle Wuppertal-Barmen war ihm ein Viehtransport aufgefallen, dessen Tiere offensichtlich der hohen Hitzebelastung nicht “standhielten”. Diese Art des Transportes schien ihm nicht artgerecht zu sein.

143 Schweine hyperventilierten bereits

Die Beamten der Autobahnpolizei konnten das Fahrzeug aufgrund der guten Beschreibung noch auf der A1 feststellen und führten es zur Kontrolle auf einen nahegelegenen Parkplatz auf der A2 (“Kolberg”). Im Transportraum fanden sie 143 Schweine, die hyperventilierten und sich nicht mehr auf den Beinen halten konnten.

Der Wassertank, der zur Versorgung der Tiere verbaut ist, war leer. Trotz einer Belüftung lag die Temperaturmessung bei einem Wert von 41 Grad.

Feuerwehr versorgte die Schweine mit Wasser

Unter Hinzuziehung der Feuerwehr wurden die Tiere umgehend mit Wasser versorgt. Die Beamten entschlossen sich, einen Mitarbeiter des Veterinäramtes zu Rate zu ziehen. Dieser bestätigte die starke Überhitzung und eklatante Wasserunterversorgung der Tiere. Zudem stellte er fest, dass der Fahrer aus den Niederlanden nicht ordnungsgemäß die Dokumente für die Tierversorgung führte.

Die Tiere waren auf dem Weg von Frankreich zu einem Schlachthof in Deutschland. Der 47-jährige Niederländer setzte nach einer entsprechenden Abkühlung der Schweine die Fahrt zum vorgesehenen Schlachthof fort, in dem sie dem zuständigen Veterinär übergeben wurden.

Gegen den Lkw-Fahrer fertigten die Beamten eine Ordnungswidrigkeitenanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz. Zudem wurde eine Sicherheitsleistung in Höhe von 700 Euro erhoben.